Monster-Zyklon "Yasi" richtet hohe Schäden an

Monster-Zyklon «Yasi» hat Australien in der Nacht weniger hart getroffen als erwartet. Der wirtschaftliche Schaden erscheint zwar riesig. Hunderte Häuser, Felder und Teile der öffentlichen Infrastruktur wurden zerstört.
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Die Stadt Tully, rund 30 Kilometer von der Küste entfernt, gehört zu den am heftigsten getroffenen Orten.
dpa Die Stadt Tully, rund 30 Kilometer von der Küste entfernt, gehört zu den am heftigsten getroffenen Orten.

SYDNEY - Monster-Zyklon «Yasi» hat Australien in der Nacht weniger hart getroffen als erwartet. Der wirtschaftliche Schaden erscheint zwar riesig. Hunderte Häuser, Felder und Teile der öffentlichen Infrastruktur wurden zerstört.

«Es scheint, als seien wir mit Glück gesegnet», sagte der Katastrophenschutz-Koordinator von Queensland, Ian Stewart. Cairns, eine Stadt mit 122 000 Einwohnern rund 1700 Kilometer nördlich von Brisbane, lag zwar in der Schneise des gewaltigen Wirbelsturms, wurde aber weitgehend verschont. Der Leiter der örtlichen Katastrophenschutzgruppe sagte: «Ich war heute Morgen sehr überrascht, dass Cairns nach dem orkanartigen Sturm in der Nacht überlebt hat - sehr, sehr gut überlebt hat.»

«Yasi» hinterließ an Land allerdings eine Spur der Verwüstung. Das Auge des Zyklons traf den kleinen Ort Mission Beach. In der Region werden fast alle Bananen Australiens sowie ein Drittel des Rohrzuckers angebaut. Es wird ein Schaden in Höhe von rund 500 Millionen australischen Dollar (etwa 365,4 Millionen Euro) erwartet.

In der Nacht erreichte «Yasi» Windstärken bis zu 300 Kilometer in der Stunde und verursachte massive Gewitter und Hochwasserfluten. Auf seinem Weg über das Festland verlor der Zyklon aber an Kraft, da er dort auf kühlere Luftströme traf. Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf der international gebräuchlichen Saffir-Simpson-Skala wurde deshalb auf die Kategorie zwei herunter gestuft.

«Yasis» Ausmaß und Intensität werden mit dem Hurrikan «Katrina» verglichen, der 2005 die Südküste der USA und New Orleans verwüstet und viele Menschenleben gekostet hatte.

dpa

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