Messe "Spiel Essen": Natur, Fantasiewelten und Popkultur

Gesellschaftsspiele sind gefragt - aktuell liegen laut Branche "ruhigere Taktarten" im Trend. Menschen allen Alters kommen am Spieltisch zusammen, heißt es vor Start der weltgrößten Brettspielmesse.
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Die internationale Messe für Brettspiele wächst weiter.
Die internationale Messe für Brettspiele wächst weiter. © Oliver Berg/dpa
Essen

Mit Spielkarten oder Würfeln, mit Freunden oder Familie, zu zweit oder in der Gruppe: Der Trend zum gemeinsamen analogen Spielen ist ungebrochen, wie der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) einen Tag vor Start der "Spiel Essen 2026" berichtet. Gefragt seien derzeit "eher ruhigere Taktarten", weniger der Adrenalin-Kick, schilderte Carol Rapp vom Merz Verlag, der die viertägige Messe ausrichtet.

Rekordzahl von Fans wird erwartet

Zu der laut Veranstalter weltgrößten Brettspielemesse, die Jahr für Jahr wächst, wird ab diesem Donnerstag eine Rekordzahl an Besucherinnen und Besuchern erwartet: rund 230.000. Das wären noch einmal mehr als die 220.000 Spielefans 2025. Diesmal kommen für die vier Tage fast 1.000 Aussteller aus 53 Ländern nach Essen und haben rund 1.900 Neuheiten im Gepäck. Alles darf getestet werden. 

Trends, Trümpfe und Treiber 

Viele Spiele setzten sich mit der Natur auseinander, sagte Rapp. Oft könnten Spielende in Fantasiewelten reisen, auch Popkultur mit Manga und Anime werde häufig unter den Neuheiten aufgegriffen. Innerhalb des gesamten Spielwarenmarkts legte die Warengruppe Gesellschaftsspiele und Puzzles auch in diesem Jahr wieder deutlich überproportional zu, berichtete der DVSI für die ersten drei Quartale 2026. Besonders gut laufen Sammelkarten, Kartenspiele, aber auch Familien- und Erwachsenenspiele oder Partyspiele.

Analoges Spielen bedeute Austausch, Interaktion, soziales Erlebnis - in allen Schichten und Altersklassen setze man sich in der Freizeit zu Gesellschafts- und Brettspielen zusammen, betonte Hermann Hutter, Vorstandsvorsitzender der Spieleverlage im DVSI. Vor sechs Jahren habe die Branche in der Pandemie einen beispiellosen Hype erlebt. Der habe sich in dieser Dynamik zwar nicht durchgängig fortgesetzt, die Branche sei aber sehr positiv gestimmt. 

Zwei Spiele bei begehrter Auszeichnung Nummer eins 

Mit dem alljährlich vergebenen Deutschen Spiele Preis wird diesmal auf Platz eins "Artengarten" ausgezeichnet: Bis zu fünf Spieler bauen einen wissenschaftlich geführten Zoo auf und haben dafür bunte Plättchen für Tiere, Gebäude und Projekte zur Verfügung. Zum besten Kinderspiel ist "Toriki: Eine Insel voller Abenteuer" gekürt worden. Hier organisieren die Spielenden ab acht Jahren nach einem Schiffbruch auf einer Insel gemeinsam ihr Überleben und treffen mutige Entscheidungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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