Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre nimmt weiter zu

Die Abholzung der Regenwälder und der massive Gebrauch von Dünger tragen laut einem Bericht mit dazu bei, dass die Menge klimaschädlicher Treibhausgase weiter zunimmt. Einen wichtigen Trend gibt es demnach in den USA.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Smog in Delhi: Eine Frau bringt ihr Kind zur Schule.
R S Iyer/AP/dpa/Archiv/dpa 15 Smog in Delhi: Eine Frau bringt ihr Kind zur Schule.
Abholzung im brasilianischen Regenwald.
Werner Rudhart/dpa/Archiv/dpa 15 Abholzung im brasilianischen Regenwald.
Arbeiten am "Mose"-Projekt in Venedig. Immer wieder steht die Stadt unter Wasser, und der Meeresspiegel steigt weiter.
Giorgio Marcoaldi-Cvn/dpa 15 Arbeiten am "Mose"-Projekt in Venedig. Immer wieder steht die Stadt unter Wasser, und der Meeresspiegel steigt weiter.
Kein Zustand auf Dauer: Verkehrsstau auf einer großen Straße in Moskau, im Hintergrund qualmen große Kraftwerke.
Pavel Golovkin/AP/dpa/dpa 15 Kein Zustand auf Dauer: Verkehrsstau auf einer großen Straße in Moskau, im Hintergrund qualmen große Kraftwerke.
Kinder spielen auf einem vom Meerwasser überflutetem Platz in Funafuti, der Hauptstadt des pazifischen Inselstaats Tuvalu.
Kyodo/epa/dpa/Archiv/dpa 15 Kinder spielen auf einem vom Meerwasser überflutetem Platz in Funafuti, der Hauptstadt des pazifischen Inselstaats Tuvalu.
Die Schornsteine eines Blockheizkraftwerkes qualmen vor der untergehenden Sonne. Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase nimmt laut Weltwetterorganisation WMO weiter zu.
Patrick Pleul/zb/dpa/dpa 15 Die Schornsteine eines Blockheizkraftwerkes qualmen vor der untergehenden Sonne. Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase nimmt laut Weltwetterorganisation WMO weiter zu.
Smog in Los Angeles: Donald Trump will auch gegen die strengen kalifornischen Umweltregeln angehen.
Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa/dpa 15 Smog in Los Angeles: Donald Trump will auch gegen die strengen kalifornischen Umweltregeln angehen.
Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, damals Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung im Jahr 2009.
epa/dpa/dpa 15 Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, damals Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung im Jahr 2009.
Gebrochenens Meereis treibt auf der Victoria Strait im Arktischen Ozean.
David Goldman/AP/dpa/dpa 15 Gebrochenens Meereis treibt auf der Victoria Strait im Arktischen Ozean.
Hungersnot in Kenia: Ein junges Kamel liegt tot im Sand. Es wurde kurz nach der Geburt getötet, weil das Muttertier wegen der anhaltenden Dürre zu schwach war, es zu ernähren.
DB Ulrike Koltermann/dpa/dpa 15 Hungersnot in Kenia: Ein junges Kamel liegt tot im Sand. Es wurde kurz nach der Geburt getötet, weil das Muttertier wegen der anhaltenden Dürre zu schwach war, es zu ernähren.
Land ohne Wasser: Dürre in Indien.
str/EPA/dpa 15 Land ohne Wasser: Dürre in Indien.
Schadstoffstark: Morgendlicher Berufsverkehr auf dem Kaiserdamm in Berlin.
Michael Kappeler/dpa/dpa 15 Schadstoffstark: Morgendlicher Berufsverkehr auf dem Kaiserdamm in Berlin.
Rauchende Schornsteine: Ein Großteil des chinesischen Energiebedarfs wird durch Kohlekraftwerke gedeck.
Bei Feng/epa/dpa/Archiv/dpa 15 Rauchende Schornsteine: Ein Großteil des chinesischen Energiebedarfs wird durch Kohlekraftwerke gedeck.
Ein ugandischer Farmer zählt die Tiere seiner Herde: Karamoja, eine der ärmsten Regionen Ugandas, ist stark vom Klimawandel betroffen.
Adelle Kalakouti/AP/dpa/dpa 15 Ein ugandischer Farmer zählt die Tiere seiner Herde: Karamoja, eine der ärmsten Regionen Ugandas, ist stark vom Klimawandel betroffen.
Strom aus Wüstensonne: Das gigantische Solarkraftwerk Noor 3 in der Nähe von Ouarzazate in Marokko.
Abdeljalil Bounhar/AP/dpa/dpa 15 Strom aus Wüstensonne: Das gigantische Solarkraftwerk Noor 3 in der Nähe von Ouarzazate in Marokko.

Genf - Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre nimmt weiter bedrohlich zu.

Die CO2-Konzentration sei binnen eines Jahres von 405,5 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf einen Rekordwert von 407,8 ppm gestiegen, teilte die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin mit. Die Konzentration des ebenfalls sehr klimaschädlichen Methans stieg demnach auch auf Rekord-Niveau und liegt nun um 259 Prozent über dem Niveau der vorindustriellen Zeit.

Die Entwicklung bedeute, dass künftige Generationen mit ernsten Folgen des Klimawandels wie höheren Temperaturen, mehr Extremwetterereignissen und steigendem Meeresspiegel konfrontiert seien, hieß es von der WMO.

"Es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Trends, geschweige von einem Rückgang der Treibhausgas-Konzentrationen, trotz aller Zusagen im Pariser Klimaabkommen", kritisierte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Die Staaten müssten endlich handeln und ihren Ehrgeiz im Interesse des künftigen Wohlergehens der Menschheit steigern.

Zwar seien einzelne Länder wie China besonders am Ausstoß von Treibhausgasen beteiligt, es könne aber nur eine globale Lösung für das Problem geben, so Taalas. Im internationalen Vergleich gehöre Europa zu den treibenden Kräften beim Klimaschutz. Trotz des Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen bewege sich dort viel, erklärte Taalas. Nicht zuletzt dank der Anstrengungen von Städten wie New York und Bundesstaaten wie Kalifornien hätten die USA einen guten Teil ihrer im Klimaabkommen bis 2050 versprochenen Ziele bereits erreicht.

Kohlendioxid, das aus der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle stammt, sei global weiterhin das bedeutendste Treibhausgas. Auch das Verbrennen und Abholzen der tropischen Regenwälder trage wesentlich zur CO2-Konzentration bei. Methan, das nicht zuletzt bei der Rinderzucht frei wird, gehört zu den Gasen, deren Anstieg sich laut Experten in den vergangenen Jahren beschleunigt hat. Der massive Gebrauch von Dünger sei ein Grund für das Plus bei den Stickoxiden.

Zu den positiven Aspekten zähle, dass die Klima-Diskussion so ernsthaft wie noch nie geführt werde, hieß es. Außerdem sei der Druck auf die Politik hoch, Lösungen zu finden. "Populisten profitieren, wenn man dabei zu radikal ist", warnte Taalas zugleich.

Vom 2. bis 13. Dezember treffen bei der UN-Klimakonferenz in Madrid Vertreter aus 200 Ländern zusammen. Chile hatte die ursprünglich in dem lateinamerikanischen Land geplante Konferenz Anfang November wegen anhaltender politischer Unruhen abgesagt. Spanien war eingesprungen.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren