Mehr Halloween-Süßigkeiten mit gefährlichen Gegenständen entdeckt

Auch nach Halloween werden immer mehr gefährliche Funde in Süßigkeiten gemeldet - nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Worauf Eltern jetzt vor dem Martinstag achten sollten
von  teleschau
Weitere Funde von gefährlichen Gegenständen zeigen, dass Eltern die Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder besser noch einmal prüfen sollten.
Weitere Funde von gefährlichen Gegenständen zeigen, dass Eltern die Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder besser noch einmal prüfen sollten. © iStock/mediaphotos

Nadeln in Schokoriegeln, Schrauben in Fruchtgummi und scharfkantige Metallteile in anderen Süßigkeiten: Auch Tage nach Halloween werden immer mehr Fälle von manipulierten Naschereien bekannt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern wurden erneut gefährliche Gegenstände entdeckt. In einigen Fällen verletzten sich Kinder dadurch leicht. Worauf Eltern jetzt achten sollten.

Immer mehr Funde in Deutschland

Halloween ist vorbei, doch auch jetzt tauchen hierzulande laut "Tagesschau.de" immer noch Süßigkeiten auf, in denen gefährliche Gegenstände stecken. In Duderstadt in Niedersachsen entdeckte eine Elfjährige eine Nadel in einem Schokoriegel. In Höxter fand ein Vater ein Metallstück in einem Eiskonfekt. Auch in Bayern, etwa in Unterfranken, wurden Nadeln und scharfkantige Metallteile in Süßigkeiten gefunden. Laut "Nordbayern.de" sind mittlerweile Fälle aus fünf Regierungsbezirken bekannt.

Besonders auffällig sind die vorläufigen Zahlen aus Bayern: Laut Landeskriminalamt wurden für das laufende Jahr bislang 25 Fälle von Süßigkeiten mit Nadeln, Schrauben und Nägeln registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Anstieg. Da andere Gegenstände bei der Auswertung nicht berücksichtigt wurden, könnte die tatsächliche Zahl noch höher liegen.

Auch Verletzungen wurden bereits gemeldet. In Neustadt-Glewe zog sich ein Kind durch eine versteckte Nadel leichte Verletzungen im Mundbereich zu, wie "Tagesschau.de" berichtet. In Bremervörde verletzte sich eine Neunjährige an einer fünf Zentimeter langen Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge.

Auch Österreich und weitere Länder betroffen

Die Vorfälle beschränken sich längst nicht auf Deutschland. Auch aus Österreich, Norwegen, Irland, Dänemark und Ungarn wurden manipulierte Süßigkeiten gemeldet. In Österreich verletzte sich ebenfalls ein Mädchen leicht. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Das österreichische Bundeskriminalamt will dabei auch mit deutschen Behörden und Europol zusammenarbeiten.

Ob die mutmaßlichen Täterinnen oder Täter möglicherweise über soziale Medien oder Online-Foren vernetzt waren, ist bislang unklar. In Deutschland gibt es nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums bisher keine Hinweise auf ein systematisches oder landesweit koordiniertes Vorgehen.

Was Eltern jetzt tun sollten

Die Polizei appelliert an Eltern, die Süßigkeiten ihrer Kinder sorgfältig zu kontrollieren. Besonders angesichts des anstehenden Martinstags am 11. November ist Vorsicht geboten. Die Polizei Düsseldorf schließt außerdem nicht aus, dass es Nachahmer geben könnte

Deshalb gilt: Süßigkeiten vor dem Verzehr genau ansehen. Finden sich Nadeln, Schrauben oder andere verdächtige Gegenstände, sollte die Süßigkeit nicht weiter angefasst oder verzehrt werden. Verdächtige Funde sollten der Polizei gemeldet werden. Der Fund sollte samt Verpackung aufbewahrt werden.

Bei Verschlucken oder Verletzungen im Mund- und Rachenraum von vermeintlichen Gegenständen sollte sofort eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

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