Maximilian Schell: Letzte Bühnenrolle im Deutschen Theater

Irgendwann mit Schubert auf Wolke 7: Der Kaiser Franz Josef wurde die letzte Bühnenrolle von Maximilian Schell. Warum hat er sich diese Anstrengung angetan? „Es macht mir Spaß.“
| Robert Braunmüller
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Maximilian Schell: Letzte Bühnenrolle im Fröttmaninger Zelt
dpa Maximilian Schell: Letzte Bühnenrolle im Fröttmaninger Zelt

Im Oktober 2012 startete der neue Gärtnerplatztheater-Chef Josef E. Köpplinger seine Intendanz ausgesprochen effektvoll im Fröttmaninger Zelt des Deutschen Theaters. Als erste Premiere inszenierte er selbst Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rößl“. Für die kleine, aber zentrale Rolle des österreichischen Kaisers konnte Köpplinger einen Star gewinnen: Maximilian Schell.

Der Kaiser Franz Josef wurde seine letzte Bühnenrolle. Schell, ein wenig zerbrechlich und deshalb jeder Zoll ein Kaiser, machte sein lebensweises Lied „Es ist einmal im Leben so“ zum Herzen der Aufführung.

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Auf die Frage, warum er sich diese Anstrengung antue, gab der damals 81-jährige die lapidare Antwort: „Es macht mir Spaß.“ Und das merkte man.

„Dir haben wir gerne zugehört, gemeinsam haben wir gelacht, diskutiert, und Du hast uns mit dem Kaiser ein großes Geschenk gemacht“, schreibt Köpplinger auf der Homepage des Theaters.

„Aber solang ein Mensch soviel inspirierende Erinnerungen hinterlässt wie Du, wächst die Erträglichkeit des irdisch Endlichen.“

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Er hätte gern noch mit Schell vierhändig Schubert gespielt: „Ruh’ Dich aus, irgendwann komm’ ich nach und dann gibt’s Schubert auf Wolke sieben.“

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