Mann stirbt in Tigergehege in England

In einem Zoo im Norden Englands spielt sich ein dramatischer Vorfall ab. Ein Mann gerät in direkten Kontakt mit einem Sibirischen Tiger - für ihn kommt jede Hilfe zu spät.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der sibirische Tiger oder Amur-Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Illustration)
Der sibirische Tiger oder Amur-Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Illustration) © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Doncaster

Ein Mann ist in einem Zoo in England von einem Tiger angegriffen und getötet worden. Er soll Berichten zufolge zuvor aus unbekannten Gründen in das Gehege des Tiers gesprungen sein. Der Tiger soll nach Angaben des Zoos nicht eingeschläfert werden wegen des Vorfalls.

Wie die Polizei in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire mitteilte, erlitt der Mann schwere Verletzungen und starb trotz Bemühungen der Rettungskräfte noch vor Ort im Yorkshire Wildlife Park. Auch der Zoo bestätigte auf seiner Website einen ernsten Vorfall im Tigergehege. 

Der Tierpark nahe der Stadt Doncaster blieb nach dem Vorfall am Samstag das Wochenende über geschlossen. Gedanken und Mitgefühl würden nun den Angehörigen des getöteten Mannes gelten, teilte der Zoo auf der Online-Plattform X mit. Weiter hieß es: "Viele, viele Menschen haben uns wegen des Tigers Altai kontaktiert. Wir können allen versichern, dass es ihm gut geht und er nicht wegen des Vorfalls eingeschläfert wird."

Warum der Mann das Gehege am frühen Samstagnachmittag betreten hatte, war zunächst unklar. Seine Familie sei informiert worden und werde von speziell geschultem Personal betreut, erklärte die Polizei. Der Tiger sei unverletzt und während des Vorfalls in seinem Gehege geblieben. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. 

Tierpfleger feuerten Schüsse ab, um Tiger zu vertreiben

Augenzeugen berichteten britischen Medien zufolge, der Mann sei absichtlich von einer Aussichtsplattform in das Gehege hinuntergesprungen. Im Netz kursierten Videos, auf denen der Angriff angeblich zu sehen sein soll. Die Polizei rief dazu auf, diese nicht zu teilen.

Den Augenzeugenberichten zufolge soll ihn das Tier am Hals gepackt und mit sich geschleift haben. Kurz darauf sollen Tierpfleger mehrere Warnschüsse abgefeuert haben, worauf sich der Tiger in sein Innengehege zurückgezogen habe. Der Tierpark wurde evakuiert. Auch ein Rettungshubschrauber soll im Einsatz gewesen sein. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. 

Der Yorkshire Wildlife Park beherbergt zwei Sibirische Tiger oder Amur-Tiger, die als größte Raubkatzen der Welt gelten. Das weitläufige Gehege kann von einem hölzernen Steg aus besichtigt werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.