Hamburger Teenager stürzt in Tirol vor Freunden in den Tod

Vier Freunde aus Deutschland besuchen einen Kletterpark in Österreich. Dort sind Sportler gesichert - trotzdem kommt es zur Tragödie. Auch ein Mann aus Hessen verunglückt in Tirol tödlich.
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Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an. (Symbolbild)
Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an. (Symbolbild) © Matthias Röder/dpa
Wien

Tragisches Ende eines Ausflugs: In einem Klettergarten in Tirol ist ein 19-Jähriger aus Hamburg aus rund 40 Meter Höhe in den Tod gestürzt. Seine drei Freunde im Alter von 19 bis 21 Jahren mussten den tödlichen Sturz mitansehen. Die vier jungen Männer wollten sich in Kals an Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner (3.798 Meter) an den Felswänden versuchen. 

 "Die Alpinpolizei ermittelt, sie hat die Ausrüstung sichergestellt und die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion der Leiche angeordnet, wie in solchen Fällen üblich", sagte ein Polizeisprecher der dpa. Sachverständige seien hinzugezogen worden. Nähere Angaben könnten noch nicht gemacht werden, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. 

Das Unglück ereignete sich am Freitag. Die Freunde des Verunglückten stammen den Angaben zufolge aus Cottbus, Neuss und Hamburg. 

Materialproblem oder menschlicher Fehler?

Ermittelt werden soll dem Sprecher zufolge etwa, ob es ein Problem mit dem Material oder an der Wand gab, ob ein menschlicher Fehler oder ein medizinischer Grund bei dem Unglück eine Rolle spielten. 

Was ist ein Klettergarten? Dort können Sportler und Urlauber ihre Fähigkeiten anders als in einer Kletterhalle direkt an einem echten Berg in freier Natur testen. Die Routen sind ausgewiesen und gesichert, es gibt feste Haken im Fels. 

Park bietet einfache bis schwierige Routen

Wer klettert, braucht die richtige Ausrüstung. Dazu gehören Kletterschuhe, Sitzgurt, Helm, Karabiner und Schlingen, wie der Klettergarten am Großglockner auf seiner Webseite informiert. Die Anlage liegt auf rund 1.930 Metern und bietet mehr als 30 Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. "Der Park ist auch für Gruppen und Familien geeignet", heißt es auf der Webseite. Am Sonntag war der Park geschlossen.

Die drei Freunde werden von der Polizei zum Hergang des Unglücks befragt, wie der Sprecher sagte. Sie seien von einem Kriseninterventionsteam des Rettungsdienstes betreut worden. 

64-Jähriger stürzt vor Augen von Verwandten in den Tod

Am Samstag kam es in den Tiroler Alpen zu einer weiteren Tragödie mit einem Deutschen. Ein 64-jähriger Mann aus dem Landkreis Darmstadt hatte mit seinem Sohn (38) und einem Neffen (36) den 3.476 Meter hohen Olperer in den Zillertaler Alpen erreicht und verunglückte beim Abstieg. Die jüngeren hätten plötzlich einen Schrei hinter sich hörten, berichtete die Polizei in Tirol. 

Sie hätten noch gesehen, wie der 64-Jährige etwa 80 Meter über steiles und felsiges Gelände abstürzte. Trotz Rettungsmaßnahmen der jüngeren und anderer Bergsteiger sowie eines alarmierten Notarztes starb der Mann an der Unfallstelle.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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