Los Angeles: Prozess um Palisades-Feuer wird neu aufgerollt

Anderthalb Jahre nach den Flächenbränden in Los Angeles war im Juni ein Prozess um Brandstiftung geplatzt. Die Geschworenen konnten sich nicht einigen. Nun steht der Angeklagte wieder vor Gericht.
dpa |
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Im Januar 2025 hatten verheerende Brände ganze Viertel von Los Angeles verwüstet. (Archivbild)
Im Januar 2025 hatten verheerende Brände ganze Viertel von Los Angeles verwüstet. (Archivbild) © Jae C. Hong/AP/dpa
Los Angeles

Ein Mann, dem nach den verheerenden Feuern 2025 im Raum Los Angeles Brandstiftung vorgeworfen wurde, steht erneut vor Gericht. Mit der Auswahl von Geschworenen begann am Montag (Ortszeit) in Los Angeles ein weiterer Strafprozess. Bereits im Frühjahr hatte sich der 30-Jährige vor Gericht verantworten müssen, doch die Jury in Kalifornien konnte sich nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen. 

Zehn Juroren hatten für einen Freispruch gestimmt, zwei dagegen. Die zuständige Richterin erklärte im Juni ein sogenanntes Fehlverfahren (Mistrial). Die Bundesstaatsanwaltschaft kündigte nach der Entscheidung an, den Fall neu aufzurollen. 

Bereits im ersten Verfahren hatte der Mann seine Schuld bestritten. Im Falle eines Schuldspruchs in drei Anklagepunkte drohte ihm damals eine Höchststrafe von 45 Jahren Haft. In dem neuerlichen Prozess geht es um zwei Vorwürfe im Zusammenhang mit Brandstiftung. 

Mann soll Feuer absichtlich gelegt haben

Der Mann war im Oktober 2025, gut neun Monate nach Ausbruch der wochenlang wütenden Feuer im Großraum von Los Angeles, festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am Neujahrstag 2025 einen kleineren Brand verursacht zu haben, der wenige Tage später zu dem verheerenden Palisades-Feuer wurde. Das sogenannte Lachmann-Feuer am Stadtrand von Los Angeles sei am Neujahrstag zunächst von der Feuerwehr gelöscht worden, doch es schwelte unterirdisch weiter und habe sich am 7. Januar bei heftigen Winden ausgebreitet, teilten die Ermittler mit. 

Laut der Anklage soll der Mann das Feuer in einer Hügelregion absichtlich gelegt haben. Die Ermittler verwiesen unter anderem auf Videos von Überwachungskameras und Zeugenaussagen, die den Angeklagten mit der Stelle, wo das Feuer seinen Ursprung hatte, in Verbindung brachten. Die Verteidigung argumentierte, dass es keine konkreten Beweise für Brandstiftung gebe. Zu dem Zeitpunkt habe es in dem Gebiet auch Silvester-Feuerwerk gegeben, das einen Brand ausgelöst haben könnte. 

Feuerwehr war wochenlang im Einsatz

Zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das sogenannte Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten im Januar 2025 mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. 31 Menschen kamen ums Leben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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