Landshuter Hautärztin: Das hilft bei "Maskne"

Wer häufig eine Maske tragen muss, hat nicht selten mit Hautproblemen zu kämpfen. Eine Hautärztin verrät, was man dagegen tun kann.
| Kerstin Petri
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Wer Hautunreinheiten im Maskenbereich hat, sollte nur milde Produkte verwenden.
Wer Hautunreinheiten im Maskenbereich hat, sollte nur milde Produkte verwenden. © dpa

Landshut - Rote Stellen, Pickel, Juckreiz: Durch häufiges Masketragen können Hautunreinheiten im Gesicht entstehen. "Maskne", was für "Akne durch Maske" steht, nennt sich dieses Phänomen.

Mehr Hautprobleme seit Einführung der Maskenpflicht

Seit Einführung der Maskenpflicht hat auch das Hautzentrum am Dreifaltigkeitsplatz in Landshut vermehrt Patienten, die Hautprobleme im Gesicht haben. "Wir sehen sicherlich ein erhöhtes Aufkommen von Patienten mit verschiedenen Beschwerden an der Gesichtshaut, die auf Masken zurückzuführen sind oder sich durch Masken verschlechtert haben", sagt die Ärztin Rashmi Singh. Sie gibt Tipps, wie man diese Hautprobleme wieder in den Griff bekommt.

Akne im Bereich der Maske

Was ist das häufigste Hautproblem im Zusammenhang mit Masken und wie entsteht dieses?
Das häufigste Problem, das Rashmi Singh und ihre Kollegen im Hautzentrum sehen, ist Akne - Pickel im Maskenbereich, die sogenannte "Maskne". "Dies wird durch die Reibung von der Maske auf der Haut verursacht, was wir in der Dermatologie ‚Acne mechanica' nennen. Die ausgeatmete Luft, die in der Maske eingeschlossen ist, führt auch zu einem feuchten Milieu, das eine günstige Umgebung für das Wachstum von Bakterien bietet", erklärt die Ärztin. Die Reizung durch die Masken und die warme Feuchtigkeit können auch viele vorbestehende Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Couperose verschlimmern.

Macht es einen Unterschied, ob eine FFP2-Maske, OP-Maske oder Stoffmaske getragen wird?
"Nur bedingt", sagt Rashmi Singh. Baumwollmasken seien im Vergleich zu anderen Masken sanfter und hautfreundlicher. "Alle anderen Masken wirken ungefähr gleich auf die Haut. Da die Hauptprobleme durch Masken entstehen, die am Gesicht reiben, kann jede Maske, die eng am Gesicht anliegt, ähnliche Beschwerden verursachen."

Wie kann man Hautproblemen dieser Art vorbeugen?
Die Masken sollten häufig gewechselt werden, und alle paar Stunden sollte eine zehn- bis 15-minütige Pause eingelegt werden, insbesondere wenn die Masken über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich getragen werden, damit die Haut auch "atmen" kann, so die Ärztin.

Zinkpaste und Vaseline sorgen für Linderung

Sind keine Pausen möglich, sollte eine kleine Menge Zinkpaste oder Vaseline auf die Stellen aufgetragen werden, an denen die Masken die Haut direkt reizen. Sie bilden einen Film auf der Haut und vermeiden Irritationen durch Feuchtigkeit oder Reibung. Vor dem Tragen von Masken sollte eine Feuchtigkeitscreme auf das Gesicht aufgetragen werden. Reizende Produkte zum Beispiel Fruchtsäure oder Vitamin-A Säure sollten nicht zu oft verwendet werden. Frauen sollten unter den Masken so wenig Make-up wie möglich tragen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Maske gut passt und nicht zu eng auf dem Gesicht sitzt.

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Was kann man tun, wenn man bereits Hautprobleme hat? Was hilft dagegen?
Zweimal täglich ein mildes Reinigungsmittel verwenden, das nach der Anwendung kein Spannungsgefühl auf der Haut verursacht.

Ärztin rät vom Audrücken der Pickel ab

Eine beruhigende Feuchtigkeitscreme mit Inhaltsstoffen wie Niacinamid, grünem Tee, Hyaluronsäure oder Ceramiden kann die Barrierefunktion der Haut verbessern und die Heilung der Haut beschleunigen. Eine Feuchtigkeitscreme ist auch bei unreiner Haut notwendig, so die Ärztin. Trockene und rissige Stellen können mit etwas Vaseline eingecremt werden. Vom Ausdrücken der Pickel rät Rashmi Singh dringend ab. Stattdessen können Spot-Behandlungen wie Benzoylperoxid, Salicylsäure oder hydrokolloide "Pimple Patches" zur Bekämpfung hartnäckiger Pickel verwendet werden. Es sollte kein aggressives Peeling verwendet werden, da es Mikrorisse in der Haut erzeugt, die weitere Entzündungen und Akne begünstigen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Rashmi Singh: "Wenn alle diese Maßnahmen versagen und die Haut sich nicht erholt, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Dermatologen, um eine personalisierte Beratung und gegebenenfalls geeignete rezeptpflichtige Medikamente zu bekommen, die die Situation schneller unter Kontrolle bringen."

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