Kurkuma, Spinat, Rote Bete: Ostereier färben mit der Kraft der Natur

Chemische Farbstoffe müssen nicht sein: Ostereier lassen sich wunderbar mit natürlichen Zutaten färben. Rote Bete sorgt für Pink, Kurkuma für Gold-Gelb und Rotkohl für Blau. Mit einem einfachen Trick entstehen sogar kunstvolle Blattmuster auf der Schale.
(ncz/spot) |
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Mit Lebensmitteln wie Kurkuma oder Rotkohl lassen sich Ostereier natürlich färben.
Mit Lebensmitteln wie Kurkuma oder Rotkohl lassen sich Ostereier natürlich färben. © iStock via Getty Images/pundapanda

Was wäre Ostern ohne farbenfrohe Eier? Oft stecken in den bunten Eiern aus dem Supermarkt jedoch viele chemische Stoffe. Dabei lässt sich die Dekoration ganz einfach mit natürlichen Mitteln färben, die ohnehin in fast jeder Küche vorhanden sind. Naturfarben sind umweltschonender sowie kinderfreundlicher und erzeugen zudem ganz besondere Farbtöne, die künstlich kaum zu kopieren sind.

Bevor man die Eier färben kann, müssen sie zunächst gekocht oder ausgeblasen werden. Anschließend gilt es, die Oberfläche behutsam mit ein wenig Essig abzureiben, sodass die Schale die Farbe später besser annimmt. Dann geht es an die Herstellung der Naturfarben.

Gemüse und Obst sorgen für knallige Farben

Ob Rot, Gelb, Grün oder Blau: Mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich so gut wie jede Farbe auf die Ostereier zaubern. Eine pinke bis rötliche Färbung erzielt man etwa mithilfe von Roter Bete. Hierzu einfach drei klein geschnittene Knollen für mindestens eine halbe Stunde in zwei Liter Wasser kochen. Anschließend abgießen, den Sud auffangen und auskühlen lassen.

In einer ähnlichen Prozedur entstehen die Farben Orange und Grün. Letzteres lässt sich mit 300 Gramm Spinat und einer Kochzeit von 40 Minuten erzielen. In dieser Zeit sollte das Gemüse stets mit Wasser bedeckt sein. Die Farbe Orange gewinnt man durch 350 Gramm klein geschnittene Karotten in einem halben Liter Wasser. Auch dieses Gemisch etwa 40 Minuten köcheln lassen und dann abgießen.

Zwiebelschalen ergeben ein natürliches Rotbraun oder Goldbraun. Dafür einfach die Schalen zehn Minuten in Wasser köcheln lassen und anschließend die Eier ins Wasser geben, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Blaubeeren erzeugen ein schönes blau-violettes Farbspektrum. Einfach eine Handvoll Blaubeeren ins Wasser geben, bis das Wasser eine tiefblaue Farbe annimmt, dann die Beeren entfernen und Eier in der blauen Flüssigkeit färben. Noch intensiver wird das Ergebnis bei Wildheidelbeeren.

Braun und Gelb mit Kaffee und Kurkuma

Wer seine Ostereier blau einfärben möchte, sollte auf einen zerkleinerten Rotkohlkopf zurückgreifen. Die Stücke rund 45 Minuten lang in zwei Litern Wasser kochen lassen. Alternativ kann auch Heidelbeersaft zur Blaufärbung herhalten. Für braune Eier sorgt hingegen Kaffeepulver. Etwa 40 Gramm davon 25 Minuten lang in anderthalb Liter Wasser kochen. Auch diesen Sud sollte man anschließend filtern.

Goldgelbe Eier gefällig? Diese Färbung lässt sich mithilfe von Kurkuma erzielen. Dazu zehn Gramm des Gewürzes mindestens zehn Minuten lang in einem halben Liter Wasser kochen. Danach abgießen und auskühlen lassen.

Hingucker mit Blattmuster

Für einen besonderen Hingucker sorgen individuelle Muster auf den Eiern. Diese lassen sich mithilfe von Blättern oder Kräutern und einer Feinstrumpfhose herstellen. Dafür einfach Blätter oder Kräuter vor dem Färben auf die Eierschale legen und mithilfe eines Stücks Strumpfhose und einem engen Knoten befestigen. Dann die Eier wie gewohnt in der gewählten Farbe kochen. Dadurch entstehen subtile Blattmuster auf den bunten Eiern.

Je länger das Bad, desto intensiver die Farbe

Ist der Sud einmal gewonnen, ist der Rest ein Kinderspiel. Die vorbehandelten Eier in der gewünschten Farbe einlegen - je länger sie darin ruhen, umso intensiver wird das Ergebnis. Tipp: Für ein Farbspiel am Osterstrauß kann es hilfreich sein, die Eier unterschiedlich lang einzufärben.

Bei der Kontrolle des Färbeprozesses hilft ein Löffel. So lassen sich Fingerabdrücke auf den Eiern vermeiden. Ist das gewünschte Ergebnis erzielt, nimmt man die Eier aus dem Sud und lässt sie trocknen. Zuvor ausgeblasene Exemplare sollten noch einmal ausgepustet werden, um feuchte Rückstände zu vermeiden.

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