Kolosseum nach Todessturz wieder offen

Drei Tage lang blieb das Kolosseum nach dem tödlichen Sturz eines Arbeiters geschlossen. Nun strömen wieder Tausende in das Wahrzeichen Roms – doch viele Fragen zum tödlichen Unfall sind noch offen.
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Die Gewerkschaften fordern strengere Kontrollen. (Archivbild)
Die Gewerkschaften fordern strengere Kontrollen. (Archivbild) © Cecilia Fabiano/LaPresse/AP/dpa
Rom

 Nach dem tödlichen Sturz eines jungen Arbeiters ist das Kolosseum in Rom wieder für Besucher geöffnet. Das größte antike Amphitheater der Welt war für drei Tage geschlossen worden, nachdem ein 22-Jähriger in der Nacht zum Mittwoch bei einem Sturz aus zehn Metern Höhe unter nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen war.

Der Arbeiter war in der fast 2.000 Jahre alten Anlage mitten in der italienischen Hauptstadt mit der Installation einer neuen Beleuchtungsanlage beschäftigt. Zur Zeit des Unglücks kurz nach Mitternacht war das viel besuchte Denkmal längst geschlossen. Am Mittwoch wurde es zunächst für wenige Stunden geöffnet, dann blieben die Türen für den Rest des Tages für Touristen jedoch dicht.

Die Ursache des Unfalls ist noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Rom ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Es wird unter anderem untersucht, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Nach Informationen der Zeitung "La Repubblica" prüfen die Ermittler zudem die Qualifikation des 22-Jährigen.

Gewerkschaft fordert strengere Kontrollen

Das Kolosseum ist nun aber trotz laufender Ermittlungen wieder fast vollständig zugänglich. Lediglich die rund zehn Quadratmeter große Unglücksstelle bleibt abgesperrt. Rund 25.000 Besucher wurden insgesamt für den Tag der Wiedereröffnung erwartet, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Kulturminister Alessandro Giuli hatte die Wiedereröffnung am Vortag angekündigt. Zugleich teilte die Regierung mit, man werde mit den Gewerkschaften über die Sicherheit bei Arbeiten an Kulturstätten sprechen. Die Gewerkschaft CGIL kritisiert insbesondere den Einsatz von Subunternehmen und fordert strengere Kontrollen.

Das Kolosseum wurde im ersten Jahrhundert nach Christus als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und andere Spektakel erbaut. Mit mehr als 15 Millionen Besuchern pro Jahr ist es die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Italien. Seit 1980 gehört das Amphitheater zum Unesco-Weltkulturerbe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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