Kerzen richtig abbrennen: Diese Fehler gilt es zu vermeiden

Gerade in der dunklen Jahreszeit sorgen Kerzen für Gemütlichkeit. Doch oft brennen sie ungleichmäßig ab oder rußen stark. Wer einige Tipps beachtet, verhindert unschöne Wachstunnel.
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Kerzen sorgen im Herbst und Winter für eine gemütliche Stimmung. Mit der richtigen Technik brennen sie länger.
Kerzen sorgen im Herbst und Winter für eine gemütliche Stimmung. Mit der richtigen Technik brennen sie länger. © Bohdan Bevz/iStock via Getty Images

Gerade in der dunklen Jahreszeit sorgen Kerzen für eine gemütliche Atmosphäre. Doch nicht immer brennen sie gleichmäßig ab: Manchmal rußen sie oder es bildet sich ein tiefer Wachstunnel rund um den Docht. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich das verhindern. Wichtig sind vor allem die richtige Vorbereitung, die passende Brenndauer und ein geeigneter Standort.

Den Docht vor dem Anzünden kürzen

Ist der Docht zu lang, kann die Flamme unnötig groß werden. Das begünstigt Rußbildung und lässt die Kerze unter Umständen unruhig brennen. Deshalb sollte der Docht vor dem Anzünden auf etwa fünf Millimeter gekürzt werden, sofern der Hersteller keine andere Länge empfiehlt. Abgebrannte Dochtreste sollten ebenfalls entfernt werden.

Beim ersten Anzünden lange genug brennen lassen

Gerade bei Kerzen im Glas ist der erste Brennvorgang wichtig. Das Wachs sollte sich möglichst bis zum Rand der Oberfläche verflüssigen. Wird die Kerze zu früh gelöscht, kann sich ein sogenannter Tunnel bilden: In der Mitte schmilzt das Wachs, während am Rand ein hoher Wachsring stehen bleibt. Bei späteren Brennvorgängen lässt sich dieser Effekt häufig nur schwer korrigieren.

Wie lange die Kerze dafür brennen muss, hängt von ihrem Durchmesser und den Herstellerangaben ab. Sie sollte jedoch nicht so lange brennen, dass das Gefäß überhitzt oder der Docht zu weit herunterbrennt.

Zugluft vermeiden

Steht eine Kerze direkt am geöffneten Fenster, neben einer Tür oder in der Nähe eines Ventilators, kann die Flamme flackern. Dadurch brennt das Wachs möglicherweise ungleichmäßig ab, außerdem kann mehr Ruß entstehen. Ein möglichst zugluftgeschützter Platz hilft, die Flamme ruhig zu halten.

Der richtige Standort

Kerzen gehören auf eine stabile, hitzebeständige und gerade Oberfläche. Vorhänge, Papier, trockene Zweige und andere leicht entflammbare Gegenstände müssen ausreichend weit entfernt sein. Auch auf Fensterbänken ist Vorsicht geboten, wenn sich darüber Gardinen befinden oder die Sonne das Gefäß stark aufheizen kann.

Besonders wichtig: Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt brennen. Sie sollten außerdem außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.

Nicht zu viele Kerzen nebeneinander

Mehrere Kerzen sehen dekorativ aus, sollten aber nicht zu eng zusammenstehen. Die Wärme benachbarter Flammen kann das Wachs zusätzlich erhitzen und die Brenneigenschaften verändern. Maßgeblich sind die Sicherheitsabstände, die der Hersteller empfiehlt.

Kerze richtig löschen

Am besten wird die Flamme mit einem Kerzenlöscher erstickt. Wer sie ausbläst, riskiert, dass heißes Wachs spritzt oder der Docht weiter glimmt. Den Docht in flüssiges Wachs zu tauchen und anschließend wieder aufzurichten, kann ebenfalls funktionieren, ist aber nicht bei jeder Kerze empfehlenswert. Die Herstellerhinweise sind hier entscheidend.

Fast leere Kerzen richtig abbrennen und entsorgen

Ist nur noch wenig Wachs übrig, sollte die Kerze nicht bis zum letzten Rest herunterbrennen. Als Faustregel sollte eine Kerze gelöscht werden, sobald nur noch etwa ein bis zwei Zentimeter Wachs vorhanden sind - sofern der Hersteller keinen anderen Wert vorgibt. Ein Kerzenstummel sollte außerdem nicht unbeaufsichtigt weiterbrennen.

Ist die Kerze vollständig abgekühlt, lassen sich Wachsreste aus einem geeigneten Glas häufig leichter entfernen, wenn sie zuvor im Kühlschrank abgekühlt wurden. Das Wachs kann dann vorsichtig herausgelöst werden. Alternativ lässt es sich mit warmem Wasser etwas aufweichen, sofern das Gefäß dafür geeignet ist. Wachs sollte nicht in den Abfluss gelangen, da es Rohre verstopfen kann.

Kerzenreste gehören in der Regel in den Restmüll. Ein leeres Kerzenglas darf erst dann in den Altglascontainer, wenn es vollständig von Wachsresten und anderen Bestandteilen befreit ist und es sich tatsächlich um Verpackungsglas handelt. Kerzengläser aus hitzebeständigem Spezialglas gehören nicht in den Altglascontainer, sondern in den Restmüll.

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