Kanadier bekommt saftige Strafe - weil er singt

In Kanada scheint die Polizei wirklich keinen Spaß zu verstehen: Ein Mann aus Montreal musste zuletzt richtig tief in die Tasche greifen - weil er gesungen hat.
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Taoufik Moalla sollte seine Gesangseinlagen zukünftig besser unter die Dusche verlegen.
ctvnews Taoufik Moalla sollte seine Gesangseinlagen zukünftig besser unter die Dusche verlegen.

Montreal - Wir alle tun es hin und wieder: Wir sind bei strahlendem Sonnenschein mit dem Auto unterwegs, die Laune ist bestens und dann kommt auch noch unser Lieblingslied. Und ehe wir uns versehen trällern wir fröhlich mit.

Anders erging es es auch dem Kanadier Taoufik Moalla nicht, als er Ende September durch seine Heimatstadt Montreal fuhr und den 90er-Jahre-Hit “Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)” von C+C Music Factory mitsang. Am Ende brachte ihm seine Gesangseinlage jedoch ein sattes Bußgeld in Höhe von 149 Dollar, also umgerechnet rund 126 Euro, ein. Der Grund? Ruhestörung durch Schreien in der Öffentlichkeit.

"Ich dachte zunächst, dass sie mich überholen wollen, doch plötzlich gaben sie mir über den Lautsprecher zu verstehen, dass ich rechts ran fahren solle", erinnert sich Moalla gegenüber ctvnews an den Moment, als ihn die Polizei aufhielt. "Dann haben sie mein Auto durchsucht und mich anschließend gefragt, ob ich geschrien hätte. Daraufhin erwiederte ich, ich hätte lediglich gesungen", führt er weiter aus. Als die Ordnungshüter nach Überprüfung der Fahrzeugpapiere wieder von ihrem Fahrzeug zurückgekamen, hatten sie den Bußgeldbescheid dabei.

Was Moalla bis dato nicht wusste: Schreien in der Öffentlichkeit ist in Kanada eine Straftat und wird bei Ersttätern mit einem Bußgeld zwischen 50 und 1000 Dollar (40 und 850 Euro), bei Wiederholungstätern gar zwischen 100 und 2000 Dollar (80 und 1700 Euro) geahndet. "Ich wusste nicht, dass meine Stimme so schlimm ist. Ich verstehe zwar, dass sie mein Auto durchsucht haben - es hätte ja auch sein können, dass ich jemanden entführe - aber dass sie mir für das Singen einen Strafzettel geben, war wirklich eine Überraschung. Ich war total geschockt", so der Kanadier weiter. Den Bescheid wolle er nun vor Gericht anfechten.

Immerhin seine Frau nahm es mit Humor. "Sie meinte, sie hätte mir für meinen Gesang eine viel höhere Strafe gegeben", so Moalla scherzhaft. Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht.

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