Jahrelange Folter einer Frau? - Angeklagte will gestehen

Mitglieder einer Familie sollen eine junge Frau in Salzgitter jahrelang schwer misshandelt und gequält haben. Die Vorwürfe aus der Anklageschrift sind nur schwer zu ertragen.
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Einer der Angeklagten im Prozess um mutmaßliche Folter.
Einer der Angeklagten im Prozess um mutmaßliche Folter. © Julian Stratenschulte/dpa
Braunschweig/Salzgitter

Im Prozess um mutmaßliche jahrelange Folter einer jungen Frau im niedersächsischen Salzgitter hat eine Angeklagte ein Geständnis angekündigt. Im Wesentlichen werde sie die Vorwürfe einräumen und sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, sagte der Verteidiger der 63-Jährigen zum Auftakt vor dem Landgericht Braunschweig.

Die vier Angeklagten sollen das Opfer über einen Zeitraum von etwa viereinhalb Jahren geschlagen, gequält und mit Werkzeugen wie Hammer und Zange häufig im Genitalbereich verletzt haben. Unter anderem sollen sie der Frau mit einem Bunsenbrenner Verbrennungen zugefügt haben. Laut Anklage zwangen sie das Opfer, sich selbst mit einer Rohrzange Zähne zu ziehen. 

Neben der 63 Jahre alten Frau ist ihr 50 Jahre alter Mann angeklagt. Zudem richten sich Vorwürfe gegen die 29-jährige Tochter der Frau und ihren 54 Jahre alten Lebensgefährten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft nutzen die Angeklagten die Hörigkeit und Wehrlosigkeit des Opfers aus und erfreuten sich zunehmend am Leid der Frau. Häufig sollen sie ihre Taten gefilmt und untereinander geteilt haben. 

Den Angeklagten wird unter anderem schwere Körperverletzung vorgeworfen. Neben dem Geständnis der 63-Jährigen, haben ihre Tochter und ihr damaliger Lebensgefährte Einlassungen angekündigt. Der Ehemann will sich schweigend verteidigen. Für den Prozess sind 19 Verhandlungstermine bis Anfang März 2027 angesetzt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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