Influencer in Mexiko während Livestreaming getötet

Ein TikToker wird im gefährlichen Bundesstaat Sinaloa erschossen. Die Ermittler prüfen, ob Drogenkartelle hinter der Tat stehen.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Kerzen stehen in der Nähe der Stelle, an der César Gastélum getötet wurde.
Kerzen stehen in der Nähe der Stelle, an der César Gastélum getötet wurde. © Aaron Ibarra/AP/dpa
Culiacán

In Mexiko ist im von Gewalt geprägten Bundesstaat Sinaloa ein Influencer vor laufender Kamera auf der Straße getötet worden. Bewaffnete hätten in der Stadt Culiacán gezielt auf César Gastélum geschossen, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Die Ermittlungen liefen, um die Verantwortlichen festzunehmen und die Hintergründe zu klären, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum.

Gastélum hatte mehr als 600.000 Follower auf TikTok und veröffentlichte auch auf Kick und anderen Plattformen vor allem humorvolle Beiträge über das tägliche Leben und das Essen in Sinaloa. Zum Zeitpunkt des Vorfalls stand er mit zwei anderen Männern, als Lieferanten eines App-Lieferdienstes gekleidet, vor einer Fast-Food-Kette, als sich zwei Männer auf einem Motorrad näherten und das Feuer nur auf ihn eröffneten.

Möglicher Zusammenhang des Mordes mit kriminellen Banden 

Nach der Tötung Gastélums wird laut dem Sicherheitskabinett der mexikanischen Regierung unter anderem ermittelt, ob ein Zusammenhang mit dem Inhalt einiger seiner Beiträge besteht. Darin sei "auf eine Fraktion einer kriminellen Vereinigung angespielt worden", hieß es in einem Post der Behörde auf der Plattform X. Nähere Angaben dazu wurden nicht gemacht.

Der Bundesstaat Sinaloa im Nordwesten Mexikos ist die Wiege einiger der größten Drogenbosse des Landes. Derzeit sind dort zwei Gruppen des Sinaloa-Kartells miteinander verfeindet. Seit 2024 sind in Sinaloa Medienberichten zufolge mindestens neun Influencer getötet worden. 

Hunderte Flugblätter gegen Influencer aus Kleinflugzeug abgeworfen

In der Stadt Culiacán wurden im Januar 2025 Hunderte Flugblätter aus einem Kleinflugzeug abgeworfen, auf denen 25 Menschen vorgeworfen wurde, mit einer kriminellen Gruppe verwickelt zu sein. Darunter waren auch Influencer und Sänger. Den von den Behörden unbestätigten Vorwürfen zufolge sollen sie Teil eines Geldwäschenetzwerks für die Söhne des in den USA inhaftierten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán gewesen sein. Einige von ihnen wurden später getötet. Der Name von Gastélum wurde laut Medien darin nicht erwähnt.

In einem weiteren Mordfall eines Influencers wurde im Mai 2025 die 23-jährige Valeria Márquez während eines TikTok-Livestreams in ihrem Schönheitssalon im westlichen Bundesstaat Jalisco erschossen. Der Ex-Freund von Márquez ist offiziellen Angaben zufolge Sohn des vor einigen Tagen verhafteten Drogenbosses Ramón Ángel Álvarez, alias R1. In diesem Fall gehen die Behörden von einem Feminizid aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.