Indische Pilgerstadt stellt Millionen Öllämpchen auf

Zehntausende Freiwillige, 2.100 Priester und Millionen Diyas: Ayodhya feiert das hinduistische Lichterfest Diwali in riesigem Maßstab. Was hinter der aufwendigen Inszenierung steckt.
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Menschen verfolgen am Ufer des Saryu-Flusses in Nordindien eine Lichtshow.
Menschen verfolgen am Ufer des Saryu-Flusses in Nordindien eine Lichtshow. © Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
Ayodhya

Die indische Pilgerstadt Ayodhya hat am Vorabend des hinduistischen Lichterfests Diwali mit Millionen aufgestellter Öllämpchen ein riesiges Lichtermeer inszeniert. An den Ufern des Flusses Saryu seien diesmal etwa 3,6 Millionen Diyas - einfache handgefertigte Öllampen aus Ton oder Kupfer - und damit gut eine Million mehr als beim "Weltrekord" im vergangenen Jahr aufgestellt worden, berichteten die Nachrichtenagentur PTI und andere indische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung des Bundesstaats Uttar Pradesh. 

Zehntausende Freiwillige hätten dabei geholfen, die Öllämpchen für die Inszenierung zu platzieren. Zudem nahmen am Samstagabend (Ortszeit) über 2.100 Priester gleichzeitig eine hinduistische Lampen-Zeremonie am Fluss vor.

Die "Deepotsav" genannten Feierlichkeiten in Ayodhya ziehen Tausende von Besuchern aus dem In- und Ausland an. Umrahmt wurden sie unter anderem mit Aufführungen, großem Feuerwerk sowie einer Laser- und Drohnenshow. Nach Berichten des staatlichen Senders All India Radio war es diesmal die zehnte Ausgabe dieser Art von Feierlichkeiten. Sie fänden seit dem Antritt des Regierungschefs von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath, statt. Die Regierung wirbt unter anderem damit, dass "Deepotsav" Indiens kulturelle Traditionen, sein künstlerisches Erbe und seine spirituelle Inbrunst zusammenbringe. 

Lichterfest Diwali

Diwali ist eines der wichtigsten Feste im Hinduismus, es ist in der Bedeutung ähnlich wie Weihnachten für viele Menschen in Deutschland. Familien kommen zusammen und tauschen Geschenke aus. Sie ehren Lakshmi, die Göttin für Reichtum und Prosperität. Beim Fest wird auch der Sieg des Guten über das Böse gefeiert - oder eben der Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Es wird auch von Hindus in anderen Ländern wie etwa Nepal oder Sri Lanka begangen.

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