Hunderttausende Euro Spenden für Kinder von getöteter Mutter

Erst starb der Vater, wenige Wochen später wurde die Mutter mit den tödlichen Schüssen von Stade aus dem Leben gerissen. Nun läuft eine Spendenaktion für zwei kleine Kinder – mit enormer Resonanz.
dpa |
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Kerzen und Teelichter brennen in der Marktkirche in Hannover nach einer Andacht für die in Stade Getöteten.
Kerzen und Teelichter brennen in der Marktkirche in Hannover nach einer Andacht für die in Stade Getöteten. © Moritz Frankenberg/dpa
Stade

Nach der tödlichen Gewalttat in Stade bewegt das Schicksal zweier kleiner Kinder besonders viele Menschen. Für die Drei- und Vierjährigen, deren Mutter bei den Schüssen am Montag getötet wurde, kamen über die Plattform GoFundMe innerhalb kurzer Zeit bis Freitagvormittag mehr als 600.000 Euro zusammen. Rund 24.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben auf der Spendenseite an der Aktion.

Spendenaufruf: "Ein Mensch mit einem unglaublich großen Herzen"

Auf der Spendenseite heißt es: "Sie war eine außergewöhnliche Frau. Eine liebevolle Mutter, eine starke Persönlichkeit und ein Mensch mit einem unglaublich großen Herzen. Sie war selbstlos, warmherzig und immer für andere da. Sie hat geholfen, unterstützt und sich mit voller Hingabe für Menschen eingesetzt, die Hilfe brauchten."

Dem Spendenaufruf zufolge arbeitete die 32 Jahre alte Mutter für das Jugendamt und wurde bei ihrem Einsatz für Familien und Kinder in Stade getötet. Wenige Wochen zuvor hatten die beiden Kinder demnach bereits ihren Vater verloren. "Am 9. Juni nahm die Familie Abschied vom Vater der Kinder. Nur 20 Tage später wurde auch ihre Mama viel zu früh aus dem Leben gerissen", steht in dem Aufruf.

Geld soll Kindern möglichst sicheren Start in Zukunft ermöglichen 

Weiter heißt es dort: "Ihre eigenen Kinder waren ihr größter Schatz. Sie waren ihr Stolz, ihre Freude und ihr Ein und Alles. Sie hat ihnen Liebe, Geborgenheit und Sicherheit geschenkt und alles dafür getan, dass es ihnen gut geht. Auch nach dem Verlust ihres Mannes blieb sie stark und kämpfte jeden Tag für ihre beiden Kinder."

Mit dem Geld solle den Kindern ein möglichst sicherer Start in die Zukunft ermöglicht werden. Genannt werden Versorgung, Betreuung, Bildung, mögliche therapeutische Unterstützung sowie Kosten rund um die Beerdigung und die Folgen des schweren Verlustes. Wie der weitere Weg der Kinder aussehe, sei noch ungewiss.

Die Plattform GoFundMe teilte auf Anfrage mit: "Unser Team für Vertrauen und Sicherheit ist in Kontakt mit der Organisatorin, um sicherzustellen, dass die betroffene Familie beziehungsweise ein Vormund der Kinder als Spendenbegünstigte hinterlegt wird." So werde sichergestellt, dass alle gesammelten Gelder an die im Spendenaufruf genannten Personen gehen. "Es werden keine Gelder ausgezahlt, bevor unser Team bestätigt hat, dass die als Spendenbegünstigte hinterlegte Person tatsächlich der betroffenen Familie angehört beziehungsweise ein Vormund oder Pflegeeltern der Kinder sind."

Alle sechs Getöteten waren beruflich in der Jugendhilfe tätig

Bei der Gewalttat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade waren am Montag sechs Menschen getötet worden. Ein 45 Jahre alter Mann soll im Kontext eines Sorgerechtsstreits geschossen haben. Alle sechs Getöteten waren beruflich in der Jugendhilfe tätig. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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