Herkunft der Maschine nach Kleinflugzeugabsturz geklärt
Das im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg abgestürzte Kleinflugzeug stammt nach Angaben der Polizei aus Thüringen. Die Maschine war in Arnstadt (Ilm-Kreis) gestartet und stürzte in Gundelsheim ab, wie eine Polizeisprecherin sagte. Auch am Morgen nach dem Unglück blieb die Identität der beiden Toten demnach zunächst unklar. Die Ermittler hoffen auf eine baldige Identifizierung, sie dürfte aber noch einige Zeit dauern. Der Abgleich müsse sicher sein, sagte ein Polizeisprecher.
Das zweisitzige Ultraleichtflugzeug war in einem Weinberg bei Gundelsheim abgestürzt und ausgebrannt. Das Registrierungskennzeichen war nicht mehr zu erkennen. Die Trümmerteile wurden am Sonntagabend eingesammelt und zum örtlichen Bauhof gebracht. Ein Gutachter soll sie im Laufe des Tages untersuchen. Ob die Unfallstelle zur Spurensicherung noch einmal begutachtet wird, war laut dem Sprecher zunächst nicht bekannt. Die Leichen waren am Sonntag geborgen worden.
Klar ist bislang, dass das Kleinflugzeug am Sonntag kurz nach 12.00 Uhr beim Landeanflug auf einen nahe gelegenen Flugplatz aus unbekannten Gründen durchstartete, einen Zaun streifte und dann mit einem Baum kollidierte. In dem Weinberg stürzte die Maschine ab und ging in Flammen auf. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.
Rettungssystem des Flugzeugs löste aus
Experten des Landeskriminalamtes stellten am Einsatzort fest, dass ein sogenannter pyrotechnischer Satz, der im Flugzeug zur Auslösung des Gesamtrettungssystems verbaut war, bereits detoniert war. In dieser Art von Kleinflugzeugen gibt es keinen Schleudersitz für etwaige Notfälle, sondern die Maschine wird durch eine gezielte Explosion nach oben gezogen. Ob das für eine technisch bedingte und dann missglückte Notlandung sprechen könnte, dazu wollte sich die Polizei nicht äußern.
Erst vor vier Wochen war ein Kleinflugzeug nahe einem Flugplatz bei Weinheim im Grenzgebiet zu Hessen abgestürzt. Auch bei diesem Vorfall gab es zwei Tote.
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