Größte Marienstatue Europas in Polen eingeweiht

Mehr als 55 Meter hoch: In Polen ist eine gigantische Marienfigur eingeweiht worden. Sie hat jedoch nicht nur Fans.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Menschen versammeln sich zu der Einweihungsfeier der riesigen Statue der Jungfrau Maria.
Menschen versammeln sich zu der Einweihungsfeier der riesigen Statue der Jungfrau Maria. © Claudia Ciobanu/AP/dpa
Konotopie

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist in Polen eine riesige Marienstatue eingeweiht worden. Das neue Bauwerk mit einer Gesamthöhe von mehr als 55 Metern gilt als größte Marienfigur in Europa. Das "Denkmal für die Gottesmutter" ("Pomnik Matki Boskiej") steht in dem Dorf Konotopie bei Torun, rund 190 Kilometer nordwestlich von Warschau. Die Statue selbst ist 40,6 Meter hoch. Ihr Sockel in Form einer Krone misst 15 Meter Höhe. 

Das Marien-Monument wurde von einem privaten Stifter errichtet. Der Unternehmer Roman Karkosik ist einer der reichsten Männer Polens. Der 75-Jährige hat es in der Autozuliefererbranche zu einem Vermögen gebracht und zählt zu den bekanntesten polnischen Börseninvestoren. Zu seiner Motivation für den Bau sagte der Multimillionär der "Financial Times" lediglich, er habe die Statue "aus Dankbarkeit gegenüber Maria" errichten lassen. Das polnische Fachportal "Architektura Murator" schätzte die Baukosten auf umgerechnet 23 Millionen Euro.

Nicht das einzige XXL-Denkmal

Die XXL-Maria von Konotopie ist nicht der erste große Sakralbau dieser Art in Polen. Bereits seit 2010 gibt es in Swiebodzin unweit der Grenze zu Deutschland eine riesige Jesusfigur. Die Statue lehnt sich an das berühmte Vorbild im brasilianischen Rio de Janeiro an. Die Figur misst mit Krone 36 Meter. Finanziert wurde dieses Projekt seinerzeit aus Spendengeldern.

Während die Bürger in Konotopie vor allem auf einen Zustrom von Touristen und Pilgern hoffen, gibt es in der polnischen Öffentlichkeit auch Kritik an dem Bauwerk. So nannte der Dominikaner-Pater Pawel Guzynski die Statue einen "King Kong auf dem Feld". Das ganze Vorhaben sei eine Form des Tanzes um das goldene Kalb, sagte der Geistliche dem Sender Radio Z in Anspielung auf eine biblische Erzählung über Götzenverehrung.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.