Gleich drei Hurrikane im Pazifik - Hawaii und Mexiko bedroht

Das Klimaphänomen El Niño sorgt für eine der aktivsten Hurrikansaisons im Pazifik. "Polo" bewegt sich auf Mexiko zu, während Hawaii "Nolo" im Blick behält. "Odalys" bereitet keine Sorgen.
dpa |
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Im Ostpazifik ist die diesjährige Hurrikansaison sehr aktiv. Im Atlantik ist sie dagegen ruhig.
Im Ostpazifik ist die diesjährige Hurrikansaison sehr aktiv. Im Atlantik ist sie dagegen ruhig. © Uncredited/NOAA/AP/dpa
Cabo San Lázaro/Honolulu

In einer der bislang aktivsten Hurrikansaisons im Pazifik sind derzeit gleich drei Wirbelstürme unterwegs. Während Mexiko und Hawaii die Entwicklung der Hurrikane "Polo" beziehungsweise "Nolo" eng beobachten, zieht "Odalys" weit von den Küsten entfernt über das Meer, ohne eine Bedrohung für das Festland darzustellen.

Das besonders starke Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Hurrikansaison. Während sich im Pazifik bereits neun Hurrikane gebildet haben - drei davon in der höchsten Kategorie 5 - hat sich im Atlantik bisher kein einziger Hurrikan entwickelt. So ruhig war es im Atlantischen Ozean seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Hurrikansaison beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni und endet jeweils am 30. November.

Zwei der Hurrikane bedrohen das Festland

"Polo", derzeit ein extrem starker Wirbelsturm der Kategorie 5, wird voraussichtlich Anfang der kommenden Woche als weniger starker Hurrikan auf die Westküste der mexikanischen Halbinsel Baja California treffen, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Am Freitag befand sich der Wirbelsturm mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 290 Kilometern pro Stunde und stärkeren Böen rund 660 Kilometer südlich von Cabo San Lucas.

"Nolo" ist derzeit ein Wirbelsturm der niedrigsten Kategorie 1. Er soll den Meteorologen zufolge am Wochenende an Stärke zulegen, an der Inselkette Hawaii vorbeiziehen und heftige Regenfälle auslösen. "Lebensbedrohliche, katastrophale Überschwemmungen und Erdrutsche sind möglich, insbesondere in steilen Gebieten im Osten und Süden der Inseln Hawaii (Big Island) und Maui", warnte der NHC. Der Sturm befand sich am Freitag rund 355 Kilometer südlich der Südspitze von Hawaii mit andauernden Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde.

Zwischen Hawaii und Mexiko zieht zudem "Odalys" mit Hurrikanstärke 4 über das Meer. "Für die Küste gelten keine Vorwarnungen oder Warnungen", teilte der NHC mit. Der Wirbelsturm befand sich am Freitag rund 1.500 Kilometer westlich von Baja California und soll sich am Wochenende abschwächen.

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