Gewalt an Schulen - GEW fordert Konsequenzen

Gewalt ist an vielen Schulen Alltag. Die Gewerkschaft GEW sieht dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert mehr Schulsozialarbeit und Verbesserungen bei Ganztagsangeboten.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
In vielen Schulen gehört Gewalt zum Alltag. (Symbolbild)
In vielen Schulen gehört Gewalt zum Alltag. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa
Berlin/Frankfurt/Main

Als Reaktion auf Mobbing und Gewalt an Schulen sieht die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) dringenden Handlungsbedarf. Die Zahl der Gewaltdelikte in Deutschland insgesamt steige seit einigen Jahren, sagte GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze der Deutschen Presse-Agentur. "Dieser allgemeine gesellschaftliche Trend spiegelt sich in den Schulen wider."

"Der dramatische Lehrkräftemangel und die viel zu geringe Zahl an Schulsozialarbeiterstellen führen dazu, dass die präventive Arbeit vor Ort oft nur stark eingeschränkt zu leisten ist", kritisierte das GEW-Vorstandsmitglied. "Die Schulsozialarbeit muss ausgebaut werden."

Ganztagsbetreuung bietet Chancen

Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung sei das Startchancenprogramm von Bund und Ländern. Es soll nach Angaben des Bundesbildungsministeriums Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler unterstützen.

"Das Programm muss jedoch dringend erweitert, verstetigt und finanziell besser ausgestattet werden", forderte Bensinger-Stolze. Positiv bewertet die GEW den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, der ab August 2026 gilt. "Entscheidend ist dabei die Qualität der Angebote. Halbe Sachen helfen nicht weiter", warnte Bensinger-Stolze.

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung will am Vormittag die Ergebnisse einer Studie zu Gewalt, Mobbing und Diskriminierungen an Berliner Schulen vorstellen. "Mit dem Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer legt Berlin nun als erstes Bundesland eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung zu Konflikten und Gewalt an Schulen vor", teilte die Bildungsverwaltung mit.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.