Gefährdete Art: Amur-Tigerbabys in Niedersachsen sind fit

Drei Amur-Tigerbabys machen derzeit in einem niedersächsischen Tierpark ihre ersten Erfahrungen. Der Amur-Tiger ist der größte Tiger der Erde und gilt als stark gefährdet. Bei ihrer ersten Untersuchung im Tierpark Ströhen verhielten sich die kleinen Raubkatzen sehr entspannt. Die beiden Kater und die Katze sind nach Einschätzung des Tierarztes gesund und munter und gedeihen wunderbar, wie eine Sprecherin mitteilte.
Untersucht wurden die Krallen der Babys, den kleinen Raubkatzen wurde ein Mikrochip implantiert, ins Maul geschaut, und sie erhielten eine Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut.
Ausgewachsen bringen die Männchen bis zu 325 Kilogramm auf die Waage, die Weibchen 100 bis 168 Kilogramm. Der Lebensraum des Amur-Tigers ist im Fernen Osten Russlands und im angrenzenden Nordosten Chinas.
"Die Mutter Amara war außergewöhnlich ruhig und hatte die ganze Zeit während der Untersuchung Sichtkontakt zu ihren Babys", sagte die Sprecherin. Als der Nachwuchs zurück zur Tiger-Mama kam, war diese dann kurzzeitig sehr aufgeregt und rannte im Gehege hin und her. Dann kümmerte sie sich aber schnell wieder um die tapsigen Kleinen und beruhigte sich.
Tierpfleger beobachten die jungen Raubkatzen
Mutter und Nachwuchs werden laut Sprecherin nicht oft getrennt. Die Tierpfleger beobachteten die kleinen Amur-Tiger immer sehr genau und sähen an den Augen, dem Fell, dem Säugen und dem Spielverhalten genau, wie es den jungen Raubkatzen gehe.
Die drei Amur-Tiger waren am 20. August geboren worden. Ihre ersten Lebenswochen verbrachten sie geschützt in ihrer Wurfbox. Für das Zuchtpaar Amara und Antaris ist es der dritte gemeinsame Wurf, die Tiger-Mama hat bereits zweimal Zwillinge großgezogen.