Gebrauchte E-Autos kaufen: Wie gut ist die Batterie noch?

Gebrauchte E-Autos sind oft besonders attraktiv im Preis, doch wie fit ist die Batterie nach mehreren Tausend Kilometern noch? Worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Stromers achten sollten, damit aus dem Schnäppchen kein teures Risiko wird.
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Die Bedenken über stark gesunkene Batterieleistungen von gebrauchten E-Autos sind unbegründet.
Die Bedenken über stark gesunkene Batterieleistungen von gebrauchten E-Autos sind unbegründet. © iStock/SouthWorks

Staatliche Förderungen, Prämien und attraktive Angebote machen neue Elektroautos für viele interessant. Auch der Gebrauchtwagenmarkt gewinnt an Bedeutung. Ein gebrauchtes Elektroauto kann eine preislich attraktive Alternative zum Neuwagen sein. Doch gerade beim wichtigsten Bauteil, der Batterie, bleibt bei vielen Kaufinteressierten eine gewisse Unsicherheit. Wie viel Leistung hat der Akku nach einigen Jahren und Tausenden Kilometern noch? Und droht im schlimmsten Fall ein teurer Austausch? Eine Studie macht Hoffnung.

Anders als bei einem klassischen Verbrenner steht beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos vor allem ein Bauteil im Mittelpunkt: die Antriebsbatterie. Sie bestimmt maßgeblich, wie weit das Fahrzeug mit einer Akkuladung kommt. Mit zunehmendem Alter und steigender Laufleistung verliert sie allerdings einen Teil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität. Diesen natürlichen Alterungsprozess nennt man Degradation.

Batteriecheck: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Für Kaufinteressierte stellt sich deshalb die Frage: Wie leistungsfähig ist der Akku tatsächlich noch? Schließlich kann eine defekte Batterie im schlimmsten Fall eine kostspielige Reparatur oder einen Austausch erforderlich machen. Umso wichtiger ist es, den Batteriezustand genau unter die Lupe zu nehmen und einen unabhängigen Batterietest durchführen zu lassen.

Im professionellen Gebrauchtwagenhandel werden solche Prüfungen bereits eingesetzt. Händler können den Akkuzustand testen lassen und entsprechende Zertifikate unabhängiger Prüfdienstleister vorlegen. Allerdings sollten Käufer nicht automatisch davon ausgehen, dass jedes gebrauchte E-Auto bereits geprüft wurde. Fragen Sie deshalb gezielt nach einem aktuellen Batteriezertifikat oder lassen Sie den Akku vor dem Kauf unabhängig überprüfen lassen.

So leistungsfähig sind gebrauchte E-Auto-Batterien

Dass die Akkus langlebiger sein können als häufig angenommen, zeigt eine Untersuchung des österreichischen Unternehmens AVILOO. Für den im September 2026 veröffentlichten AVILOO Certified EV Battery Report wurden mehr als 500.000 unabhängige Batterietests aus den Jahren 2022 bis 2026 ausgewertet. Die Untersuchung umfasst 20 gängige Elektroautomodelle aus verschiedenen Ländern.

Das Ergebnis fällt durchaus positiv aus: Nach einer Laufleistung von 50.000 Kilometern verfügen viele der untersuchten Fahrzeuge noch über rund 94 bis 97 Prozent ihrer ursprünglichen Batteriekapazität. Je nach Modell gibt es allerdings Unterschiede. Der Hyundai IONIQ 5 erreicht beispielsweise einen durchschnittlichen State of Health (SoH) von 97,13 Prozent, während der Nissan Leaf ZE1 bei 91,23 Prozent liegt.

Der sogenannte State of Health beschreibt den Gesundheitszustand der Batterie. Ein SoH-Wert von 94 Prozent bedeutet, dass noch 94 Prozent der ursprünglich nutzbaren Batteriekapazität vorhanden sind. Entsprechend kann das Fahrzeug pro Ladung in etwa 94 Prozent seiner ursprünglichen Reichweite erzielen.

Keine Sorge vor gebrauchten E-Autos

Die Studie zeigt allerdings auch, dass nicht nur das Modell, sondern vor allem der individuelle Zustand des jeweiligen Fahrzeugs entscheidend ist. Selbst bei identischen Modellen können die Batteriewerte um bis zu 13,5 Prozentpunkte voneinander abweichen.

Ein gebrauchtes Elektroauto muss keineswegs eine schlechte Wahl sein. Die AVILOO-Studie zeigt, dass viele Batterien auch nach mehreren Zehntausend Kilometern noch eine beachtliche Leistungsfähigkeit besitzen. Entscheidend ist jedoch nicht allein der Kilometerstand, sondern der tatsächliche Gesundheitszustand des Akkus. Ein unabhängiger Batterietest kann vor unangenehmen Überraschungen schützen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur teleschau. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an info@teleschau.de

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