Gänsegeier hindert Kreta-Flieger am Abheben

Kurioser Vorfall für Passagiere und Flugpersonal: Als ein großer Vogel es sich auf der Tragfläche eines startbereiten Flugzeugs bequem macht, muss die Feuerwehr anrücken.
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So einen Flieger hat Flughafen-Feuerwehrmann Antonis Petrakis noch nie aus der Nähe gesehen.
So einen Flieger hat Flughafen-Feuerwehrmann Antonis Petrakis noch nie aus der Nähe gesehen. © Antonis Petrakis/patris.gr/dpa
Heraklion

Ein Gänsegeier hat den Abflug eines Fliegers auf der griechischen Urlaubsinsel Kreta verzögert. Der Pilot eines startbereiten Flugzeugs am Flughafen Heraklion entdeckte das große Tier auf der Tragfläche, von wo es sich partout nicht wegbewegen wollte, wie die kretische Online-Zeitung Patris berichtete. Er informierte den Tower, der umgehend die Rettungskräfte auf die Startbahn schickte.

Mit Hilfe einer Leiter konnten sich die Feuerwehrleute dem Vogel nähern. Selbst als der Pilot die Steuerflächen des Flugzeugs bewegte, war das Tier nicht zum Abflug zu bewegen - stattdessen segelte es zu Boden, wie der beteiligte Feuerwehrmann Antonis Petrakis der dpa sagte. "Ich rannte sofort zusammen mit einem Kollegen hin, wir fingen ihn ein und legten ihm eine Feuerwehrjacke über den Kopf, damit er nichts sehen konnte und sich beruhigte. Das hat auch funktioniert."

Bilder zeigen den Geier augenscheinlich entspannt in den Armen von Petrakis. "So wie ich es gesehen habe, hatte er keine Verletzung oder andere Probleme. Er war wohl noch jung und absolvierte vermutlich gerade seine ersten Flüge." Die Feuerwehrleute informierten das Forstamt Heraklion, dessen Mitarbeiter den Gänsegeier kurze Zeit später abholten mit dem Ziel, ihn zu untersuchen und wieder in die Freiheit zu entlassen.

Kreta gilt in Griechenland als Hochburg von Gänsegeiern (Gyps fulvus). Einer Untersuchung der Universität Kreta zufolge soll es auf der Insel rund 140 Brutpaare geben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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