Fünftes Todesopfer nach Unglück in Lederfabrik in Runkel

Nach dem Arbeitsunfall in einer mittelhessischen Lederfabrik ist ein weiterer Mann gestorben. Viele Fragen sind noch offen.
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Nach dem tödlichen Unfall in einer Lederfabrik in Runkel laufen Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt. (Archivbild)
Nach dem tödlichen Unfall in einer Lederfabrik in Runkel laufen Ermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt. (Archivbild) © Sascha Ditscher/dpa
Runkel

Nach dem Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist laut Staatsanwaltschaft und Polizei ein fünfter Mensch im Krankenhaus gestorben. Drei weitere Beschäftigte des Betriebs waren bei dem Arbeitsunfall Mitte April tot in einer Grube der Fabrik gefunden worden, ein vierter starb Tage später ebenfalls in einer Klinik. 

"Damit sind alle fünf Beteiligten tot", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem fünften Toten handelt es sich um einen 60-jährigen Mann, der am Donnerstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag. Er war ein Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur.

Rettungskräfte hatten am 16. April fünf Männer aus der Grube auf dem Gelände des Betriebs geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren starben noch vor Ort, die beiden anderen waren mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter weiterer Mitarbeiter des Betriebs, starb vor gut einer Woche im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Limburg und das Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden teilten mit: "Der genaue Unfallhergang ist weiterhin Teil der laufenden Ermittlungen."

Ermittler prüfen Vorwurf der fahrlässigen Tötung

Es steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung im Raum. Entsprechende Ermittlungen würden gegen Unbekannt geführt, hatte zuvor ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg der dpa mitgeteilt. Fragen wie die, ob die Arbeiter beim Einstieg in die Grube Atemschutz und Schutzkleidung getragen hätten und ob und in welcher Form zu diesem Zeitpunkt Gasmessungen in der Grube durchgeführt worden seien, seien Gegenstand der Ermittlungen. 

Der folgenschwere Arbeitsunfall hatte in der 9.500-Einwohner-Stadt Runkel große Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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