Freibadsaison startet: Personalmangel in Bädern hat Folgen

Am Pfingstwochenende wird vielerorts perfektes Freibadwetter vorhergesagt. Vielen Bädern fehlt es zum Saisonstart jedoch an Personal und Geld.
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Der Mangel an Bademeisterinnen und Bademeistern ist schon länger ein Problem.
Der Mangel an Bademeisterinnen und Bademeistern ist schon länger ein Problem. © Katrin Luxenburger/dpa
Olpe

Deutschlands Schwimmbädern fehlen zum Start der Freibadsaison weiterhin Bademeisterinnen und Bademeister. "Leider ist es so, dass wir immer noch Fachkräftemangel haben", sagte Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Mangel resultiere aus der Coronazeit und den Babyboomern, die in Rente gehen.

"Die, die jetzt in Rente gegangen sind oder noch in Rente gehen, können durch das momentane Ausbildungspotenzial, das wir haben, nicht aufgefangen werden", sagte Harzheim. "Es ist aber eine Tendenz zu erkennen, dass es wieder mehr werden." Man müsse daran arbeiten, den Beruf attraktiv zu machen.

Umfrage: Nur etwas mehr als die Hälfte der Stellen besetzt

Einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 94 Badbetreibern zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorlag, sind die Lücken vielerorts groß. Anfang Mai war laut VKU nur etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Stellen besetzt. Fast jedes dritte Schwimmbad meldete noch einen zweistelligen Personalbedarf. Jeder zehnte Betreiber gab sogar an, dass mehr als 30 Prozent der Stellen noch offen seien.

Für viele Badegäste dürfte der Personalmangel spürbar werden: Es gebe Bäder, die aufgrund des Personalmangels schließen müssen oder von vornherein zubleiben, sagte Harzheim. "Man hat dann nicht mehr sieben Tage die Woche, sondern nur fünf Tage und nicht mehr zehn Stunden oder zwölf Stunden am Tag, sondern nur acht Stunden auf, weil wir auch nach dem Arbeitszeitgesetz arbeiten müssen."

Auch wegen Geldmangels müssten viele Bäder geschlossen bleiben oder reduziert betrieben werden. Harzheim forderte die Bundes- und Landespolitik auf, mehr zu unterstützen - "nicht in der Finanzierung einzelner Positionen, sondern in einer Dauerfinanzierung, um die Betriebskosten am Laufen zu halten."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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