Frauenskelett identifiziert - Inhaftierter Ehemann gesteht

Nach dem Fund von Knochen in Südfrankreich ist klar: Die seit Ende 2020 vermisste Krankenschwester wurde getötet. Ihr Mann gesteht jetzt die Tat und nennt Details zum Verschwinden.
dpa |
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In einem der spektakulärsten Vermisstenfälle Frankreichs gibt es nun traurige Gewissheit. (Archivbild)
In einem der spektakulärsten Vermisstenfälle Frankreichs gibt es nun traurige Gewissheit. (Archivbild) © Lionel Bonaventure/AFP/dpa
Mailhoc

Der Fall einer vermissten Krankenschwester beschäftigte Frankreich wie kaum ein anderer: Nach dem Fund von Skelettteilen und einem Geständnis ihres bereits inhaftierten Mannes gibt es nun traurige Gewissheit. Die nach Hinweisen des 39-Jährigen in der südfranzösischen Ortschaft Mailhoc von der Polizei ausgegrabenen Knochen seien die der Ende 2020 spurlos verschwundenen Frau, berichtete der Sender TF1 unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft.

In einem Prozess ohne Leiche, Zeugen oder Geständnis hatte ein Gericht den Mann im vergangenen Oktober für den Mord an seiner Frau zu 30 Jahren Haft verurteilt. Dieser hatte stets seine Unschuld beteuert und ging in Berufung. In einem aus der Haft an seine Anwälte gerichteten Brief räumte er nun vor wenigen Tagen überraschend ein, für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich zu sein. Er wolle sein Gewissen erleichtern, meinten die Anwälte, von Taktieren vor dem im September startenden Berufungsprozess sprachen manche Kommentatoren. Im Polizeiverhör gestand der Mann, seine Frau im Streit getötet zu haben. 

Mann gerät wegen Ungereimtheiten ins Visier

Die damals 33 Jahre alte Krankenschwester verschwand in einer Dezembernacht 2020 spurlos. Kurz nach 4.00 Uhr meldet der Mann seine Frau als vermisst. Die beiden, die zwei kleine Kinder haben, befanden sich zu dem Zeitpunkt in der Scheidungsphase. Schon bald betrieben die Ermittler großen Aufwand, um die Frau zu finden - ohne Erfolg. Wegen Ungereimtheiten geriet dann ein halbes Jahr nach dem Verschwinden der Ehemann ins Visier der Fahnder. 

Zwei Nachbarinnen gaben an, in der Nacht die Schreie einer Frau gehört zu haben. Zudem erzählten Bekannte von Drohungen, die der Noch-Ehemann gegen seine Frau ausgesprochen haben soll. Überdies sagten ein ehemaliger Mitgefangener und eine zwischenzeitliche Freundin des Mannes aus, er habe davon gesprochen, seine Frau getötet zu haben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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