Frau tot in Münchner Reihenhaus gefunden – Mann festgenommen

Ein Nachbar hört Schreie, kurz darauf liegt eine 75-Jährige tot im Flur ihres Hauses. Die Polizei nimmt einen jungen Mann fest – doch das Motiv bleibt rätselhaft.
dpa |
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Anwohner hatten am Samstag die Polizei gerufen, weil sie Hilfeschreie gehört hatten.
Anwohner hatten am Samstag die Polizei gerufen, weil sie Hilfeschreie gehört hatten. © Sebastian Pieknik/NEWS5/dpa
München

Eine Frau ist in ihrem Reihenhaus in München getötet worden. Die Polizei habe die Leiche der 75-Jährigen am Samstagabend hinter der Haustür im Eingangsbereich ihres Hauses gefunden, sagte ein Behördensprecher. Nach Angaben der Ermittler starb die Frau durch Gewalteinwirkung. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich der Sprecher nicht. 

Laut Polizei hatte ein Nachbar einen lautstarken Streit und Hilferufe gehört. Er wählte daraufhin den Notruf. Worum es in dem Streit ging, war vorerst nicht bekannt. Eine Streife rückte an und fand schließlich die 75-Jährige mit tödlichen Verletzungen.

Mann in der Nähe des Tatorts festgenommen

Wenig später konnte die Polizei einen 23-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Nach ersten Ermittlungen gebe es "Hinweise auf einen tätlichen Angriff" des Mannes auf die Seniorin gegen 22.10 Uhr, erklärte ein Sprecher. Der 23-Jährige sei in einem Garten in der Nähe des Tatorts gestellt worden und habe sich widerstandslos festnehmen lassen, sagte der Sprecher. 

Der 23-jährige Deutsche wurde nach Angaben der Ermittler in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums gebracht. Er soll im Laufe des Sonntags einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Der Sprecher sagte, dass der Tatverdächtige bei der Kriminalpolizei bisher nicht bekannt war. Er habe aber bei der Polizei als psychisch auffällig gegolten. Mehr Details nannte der Sprecher nicht. Inwiefern seine Verfassung bei dem Tötungsdelikt eine Rolle spielte, soll nun ermittelt werden. 

Tatverdächtiger wohnt in der Nachbarschaft

Zudem muss geklärt werden, in welcher Beziehung der Tatverdächtige und die Getötete standen. Nach Aussagen des Polizeisprechers wohnte der Mann in der Nachbarschaft, allerdings soll es nach bisherigem Kenntnisstand keine vorherigen Beziehungen zwischen ihm und der Frau gegeben haben. 

Wie der Mann ins Haus der 75-Jährigen gelangt war, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Auch Hinweise auf ein Motiv gab es laut Polizei vorerst nicht. Am Montag soll es eine gemeinsame Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft geben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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