Flugzeugabsturz in Alaska – Ex-Senator unter den Toten

Beim Absturz eines einmotorigen Wasserflugzeugs im US-Staat Alaska sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Passagiere überlebten. Der ehemalige US-Senator Ted Stevens ist unter den Opfern.
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Das Bild zeigt die Absturzstelle
AP Das Bild zeigt die Absturzstelle

WASHINGTON - Beim Absturz eines einmotorigen Wasserflugzeugs im US-Staat Alaska sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Passagiere überlebten. Der ehemalige US-Senator Ted Stevens ist unter den Opfern.

Seine Familie sei über den Tod des 86-jährigen Republikaners informiert worden, berichtete der US-Sender CNN am Dienstagabend (Ortszeit). Besondere Tragik: 1978 war bereits Stevens' Frau bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. Er selbst überlebte.

An Bord waren auch der Nordamerika-Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Sean O'Keefe. Er und sein mitreisender Sohn Kevin überlebten das Unglück, wie das Unternehmen mitteilte. Neben ihnen kamen zwei weitere Passagiere, darunter ein 13-jähriger Junge, mit dem Leben davon. Nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde FAA wurden zwei der Überlebenden schwer verletzt.

Zu den Opfern zählen neben Stevens der 62-jährige Pilot des Flugzeugs und ein 16 Jahre alter Passagier. Nach Medienberichten waren O'Keefe und Stevens zusammen mit ihren Söhnen zu einem Jagdausflug unterwegs.

Das 53 Jahre alte Flugzeug stürzte am Montagabend (Ortszeit) etwa 30 Kilometer von dem kleinen Ort Dillingham entfernt in unwegsames Gelände. CNN meldete unter Berufung auf Helfer vor Ort, dass das Flugzeug einen Berg gestreift hatte. Zur Unfallzeit regnete es leicht, es war windig, die Sicht war schlecht. Der Pilot einer anderen Maschine entdeckte das Wrack am Boden. Das Wetter erschwerte die Rettungsarbeiten.

Stevens zählte zu dienstältesten Senatoren, als er 2008 aus dem Amt schied. Er war damals in einem Korruptionsskandal in Alaska schuldig gesprochen worden, das Urteil wurde später wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Sean O'Keefe war von 2001 bis 2005 Chef der NASA. Nach dem Absturz der Raumfähre „Columbia“ 2003 mit sieben Astronauten an Bord musste er die US-Raumfahrtbehörde durch schweres Fahrwasser steuern. Die Shuttle-Flüge wurden vorübergehend ausgesetzt, die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt.

Im vergangenen Jahr übernahm O'Keefe die Leitung des Nordamerika- Geschäfts von EADS. Er hat bei der Bewerbung des Konzerns um einen Milliarden-Auftrag zum Bau von Tankflugzeugen für das US-Militär eine große Rolle gespielt. Ob EADS oder der Hauptkonkurrent Boeing den Zuschlag erhält, ist noch offen.

dpa

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