Feuerwehr: Wohl keine Überlebenden nach Chemie-Unfall in USA

Im US-Bundesstaat Washington kommt es zu einem schweren Unfall mit einem mehrere Millionen Liter fassenden Chemie-Tank. Für die Vermissten sehen die Einsatzkräfte keine Hoffnung mehr.
dpa |
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Ein Tank mit mehreren Millionen Litern Flüssigkeit ist in den USA implodiert.
Ein Tank mit mehreren Millionen Litern Flüssigkeit ist in den USA implodiert. © Karen Ducey/The Seattle Times/dpa
Longview

Nach dem schweren Unglück auf dem Gelände einer Verpackungsfirma im Nordwesten der USA rechnen die Einsatzkräfte nicht mehr mit Überlebenden. Es gehe nicht mehr darum, Menschen zu retten, sondern sie zu bergen, sagte der örtliche Feuerwehrchef Scott Goldstein. Bisher sind zwei Todesfälle bestätigt worden, neun Menschen werden noch vermisst.

Sieben verletzte Mitarbeiter befänden sich weiter im Krankenhaus, ein Feuerwehrmann sei mittlerweile wieder zu Hause, teilte Goldstein mit. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Bob Ferguson, sagte: "Wir bereiten uns darauf vor, dass dies die tödlichste Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaats Washington sein wird."

Tank ist einsturzgefährdet

Am Dienstag war auf dem Gelände der Firma, die Kartons für Flüssigkeiten herstellt, ein riesiger Tank mit Weißlauge geborsten. Der Tank hat laut Feuerwehr eine Kapazität von mehr als 3,4 Millionen Litern. Die Räumungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Tank zunächst als einsturzgefährdet galt. Es befinde sich allerdings weniger Restflüssigkeit im Tank, als bisher angenommen, weshalb die Bergung nun vorsichtig vorangehen könne.

Wie die Feuerwehr mitteilte, müssen die Opfer zunächst dekontaminiert werden, bevor sie an die Gerichtsmedizin übergeben werden können. Weitere Angaben zu den Opfern könne es erst geben, wenn alle Familien verständigt worden seien.

Das Gelände der Verpackungsfabrik grenzt direkt an den Columbia River, der die Bundesstaaten Washington und Oregon trennt. Nach Angaben der Feuerwehr ist bei dem Unfall ein Teil der Weißlauge in den Fluss gelangt. Proben hätten eine erhöhte Konzentration im Flusswasser bestätigt. Auf die Trinkwasser- und Luftqualität gebe es aber nach bisherigem Stand keine negativen Auswirkungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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