Feuer in grenznaher Disco - Hunderte fliehen ins Freie

Flammen schlagen nachts aus einem großen Club. Hunderte retten sich ins Freie. Nun muss geklärt werden, was den Brand ausgelöst haben könnte. Erinnerungen an das Inferno in Crans-Montana werden wach.
dpa |
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Die Feuerwehr löscht einen Brand in einem Club. Hunderte Feiernde retten sich ins Freie.
Die Feuerwehr löscht einen Brand in einem Club. Hunderte Feiernde retten sich ins Freie. © Philipp von Ditfurth/dpa
Kehl

In einer Großraum-Disco mit etwa 750 feiernden Menschen im baden-württembergischen Kehl ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude sei daraufhin evakuiert worden, die Gäste retteten sich ins Freie, wie die Polizei mitteilte. Keiner der Betroffenen sei durch das Feuer verletzt worden. 

Es seien aber drei Menschen wegen "der Gesamtsituation" vom Rettungsdienst behandelt worden. Sie seien unverletzt geblieben, aber gestresst gewesen und deshalb behandelt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Sie mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Feiernde aus dem nahen Straßburg

Die Flammen zerstörten einen bekannten Club in Kehl unweit der französischen Grenze im Ortenaukreis. In die Hip-Hop- und Afro-Musik-Disco kommen auch Gäste aus dem nahen Straßburg zum Feiern. Insgesamt bietet der Club Platz für bis zu 1.500 Gäste mit 400 Sitzplätzen. Angrenzende Gebäude sind laut Polizei durch das Feuer nicht in Gefahr. 

Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren in den frühen Morgenstunden ausgerückt, wie die Sprecherin sagte. Auch Stunden später musste die Feuerwehr löschen. Erst wenn diese Arbeiten beendet sind, könnten die Brandermittler der Kripo in das Gebäude. 

Etliche Zeugen seien befragt worden, um die bislang ungeklärte Brandursache zu ermitteln. Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Brand-Katastrophe von Crans-Montana

Das Feuer weckt Erinnerungen an das Silvester-Inferno von Crans-Montana, das noch immer die Öffentlichkeit und die Behörden in der Schweiz beschäftigt. Zum Jahreswechsel brach dort in einer Bar ein verheerender Brand aus, 41 Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt. Funkensprühende Partyfontänen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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