Festnahme nach Mord an Touristin vor fast 32 Jahren

Sie war als Touristin nach Koblenz gekommen und wird ermordet aufgefunden: Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tod der jungen Frau gibt es in dem "Cold Case" nun einen Tatverdächtigen.
dpa |
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Die Leiche der Frau wurde unterhalb der Festung gefunden. (Symbolbild)
Die Leiche der Frau wurde unterhalb der Festung gefunden. (Symbolbild) © Thomas Frey/dpa
Koblenz

Fast 32 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin in Koblenz hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der mittlerweile 81 Jahre alte Deutsche sei am Montag in seiner Wohnung in der Nähe der Stadt festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz mit. 

Er stehe unter dem dringenden Verdacht, die damals 24-Jährige getötet zu haben. Zuvor sei ein Haftbefehl gegen den Mann erlassen worden.

1994 bei Festung Ehrenbreitstein ermordet

Die damals 24 Jahre alte Amy Lopez wurde am 26. September 1994 unterhalb der Festung Ehrenbreitstein ermordet. Die Leiche der Frau sei kurz nach der Tat von spielenden Kindern gefunden worden, schrieb die Staatsanwaltschaft. "Das Opfer war weitgehend entkleidet und wies schwere Kopfverletzungen, mehrere Messerstiche am Oberkörper und Strangulationsmerkmale auf."

Nach früheren Angaben der Polizei war die Frau auch Opfer eines Sexualverbrechens gewesen. 2024 teilten die Ermittler mit, dass bei der Überarbeitung des Falls durch moderne Methoden männliche DNA-Spuren an Asservaten gefunden worden seien.

Weitere Informationen am Mittwoch

Im September 2025 hatten die Ermittler Fotos von Gegenständen veröffentlicht, die der Täter an sich genommen haben könnte. Ermittlungen hätten ein Täterprofil ergeben, hieß es damals. Demnach sei der Mann "mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Einzeltäter zwischen 18 und 35 Jahren, ohne persönlichen Bezug zum Opfer, aber mit Vorerkenntnissen in Gewalt- oder Sexualdelikten". 

Die Staatsanwaltschaft Koblenz kündigte nun an, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch über den Fall zu informieren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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