Fanjubel auf den Straßen – Im Autokorso vernünftig bleiben

Straßenordnung hin oder her – die Champions League gewinnt das Lieblingsteam nicht alle Tage. Doch trotz Siegestaumel gilt für den Autokorso: Die Vernunft muss mitfahren.
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Das macht Spaß Autokorso auf der Leopoldstraße.
dpa Das macht Spaß Autokorso auf der Leopoldstraße.

Straßenordnung hin oder her – die Champions League gewinnt das Lieblingsteam nicht alle Tage. Doch trotz Siegestaumel gilt für den Autokorso: Die Vernunft muss mitfahren.

München - Laut der Straßenverkehrsordnung sind Autokorsos gar nicht erlaubt. Überkommen die Fußballfans nach dem Champions-League-Finale aber ihre Gefühle, und sie finden sich im Jubel auf den Straßen zusammen, stimmen Vorschrift und Realität nur selten überein.

„Kein Polizist der Welt wird es verbieten“, sagte Marion-Maxi Hartung vom ADAC in München dem dpa-Themendienst. Man könne nur daran appellieren, die Sicherheit nicht zu vergessen. Das bedeutet vor allem: Angeschnallt bleiben und als Fahrer keinen Alkohol trinken. Aus dem Seitenfenster lehnen oder anhaltend hupen ist ebenfalls nicht erlaubt. Aber: „Wenn schon einmal eine deutsche Mannschaft das Champions-League-Finale gewinnt, wird das Verständnis für eine Anzeige wegen Lärmbelästigung eher gering sein“, schätzt Hartung.

Für das Schwenken der Fahnen müssen die Fans einige Sicherheitsregeln beachten. Nach hinten heraus dürfen die Fahnen bis 1,50 Meter lang sein – „ab 1 Meter Länge muss ich sie kenntlich machen.“ Das heißt, die Fahrer müssen die Fahne mit einem roten Licht oder einem roten Bändchen kennzeichnen. „Das wird ganz normal wie Ladung behandelt“, erklärte Hartung. Nach oben hin darf das Auto insgesamt nicht höher als vier Meter sein – inklusive Fahne. Aus Sicherheitsgründen sollten Fußballfans auf das Schwenken der Fahne aus dem Seitenfenster verzichten.

Sei der Autokorso ins Stehen gekommen, werde wahrscheinlich niemand etwas dagegen sagen. „In München auf der Leopoldstraße geht ja eh nicht mehr viel vorwärts“, sagte Hartung. Selbst im Schleichtempo bleibt aber alles verboten, das die Sicht des Fahrers behindert. Die Fahne gehört deshalb niemals über die Windschutzscheibe.

Gleiches gilt für das Bekleben des Autos: „Das ist erlaubt, solange die Sicht nicht behindert ist“, sagte Hartung. Wer den Autokorso verlässt und schneller wird, sollte die Fahnen wieder einholen. Das sei sicherer, sagte Hartung. Insgesamt lobte die Verkehrsexpertin die Fußballfans: „Die Leute sind echt super vernünftig. Wenn sie aus dem Korso rausfahren, wird alles wieder eingepackt.“ 

 

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