Fahrverbote auch bald um Kitzbühel: Womit Autofahrer in Österreich mancherorts rechnen müssen

Der Tiroler Landesrat startet eine "Pilotphase" zur Regulierung des Verkehrs im Nobelort.
von  Ralf Müller
Ein Polizist hält Autos auf einer Straße an.
Ein Polizist hält Autos auf einer Straße an. © dpa/APA/ Zeitungsfoto.At/Daniel Liebl

Im Raum Seefeld, Kufstein sowie Reutte versuchen die Tiroler Behörden schon seit Längerem, mithilfe sogenannter Dosierampeln und Fahrverboten die insbesondere aus Richtung Deutschland ins Land hereindrängende Verkehrslawine zu regulieren. Jetzt startet eine "Pilotphase für Verkehrsmaßnahmen" auch im Raum Kitzbühel, teilte der Tiroler Landesverkehrsrat René Zumtobel am Freitag in Innsbruck mit.

Fahrverbote auch bald um Kitzbühel

An ausgewählten Wochenenden im Juli und August sollen die Gemeinden Kitzbühel, Aurach und Jochberg mit Fahrverboten für das niederrangige Straßennetz und sogenannten Dosierampeln vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Ob die Eingriffe wirken, soll ein Verkehrsplanungsbüro auswerten. Im Herbst wird dann entschieden, ob die Maßnahmen von Dauer sind. In anderen Tiroler Regionen kam man bisher in der Regel zu dem Ergebnis, dass die Verkehrsbeschränkungen wirken.

Inzwischen gibt es in dem österreichischen Bundesland fast 40 Fahrverbote, um Autofahrer beim Stau an der Umfahrung über Schleichwege und das niederrangige Straßennetz zu hindern. Die Maßnahmen, versicherte Landesrat Zumtobel, basierten stets "auf einer entsprechenden rechtlichen und fachlichen Grundlage und nicht auf bloßem Zuruf".

Schriftzug auf einem österreichischen Polizeiauto.
Schriftzug auf einem österreichischen Polizeiauto. © Matthias Röder/dpa


Bisher gab es im Bezirk Kitzbühel keine derartigen Maßnahmen. An der B 161 ("Pass-Thurn-Straße") komme es jedoch zu hohem Verkehrsaufkommen in den Ortsgebieten, die den regulären Verkehrsfluss behinderten, so der Verkehrslandesrat. Zudem wichen Pkw bei längeren Verzögerungen auf die Nebenstraßen in den Gemeinden aus und hätten damit "direkten Einfluss auf das tägliche Leben in den Orten und negative Auswirkungen auf die Verkehrs- und Versorgungssicherheit".

Am 24. Juli wird es ernst

Nach Gesprächen mit den Bürgermeistern der Gemeinden Aurach, Jochberg und Kitzbühel werden "verkehrsorganisatorische Maßnahmen im Pilotbetrieb" getestet.

Um ein noch genaueres Bild zu bekommen, werden ab Mitte Juli Verkehrszählungen vorgenommen und Fußgängerströme analysiert, die durch Straßenquerung auch Einfluss auf den Durchzugsverkehr haben. Zu einem ersten Probebetrieb der Maßnahmen soll es am 24. und 25. Juli kommen. 

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