Essig selbst herstellen: Mit diesen Tipps klappt es

Ob aus Wein, Apfelsaft oder Obstresten: Essig lässt sich auch zu Hause herstellen. Mit einer alkoholhaltigen Basis, etwas Bio-Essig als Starter und Geduld entsteht ein aromatischer Hausessig.
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Essig herstellen ist simpel, dauert aber einige Zeit.
Essig herstellen ist simpel, dauert aber einige Zeit. © MurzikNata/iStock via Getty Images

Ob aus Wein, Apfelsaft oder sogar übrig gebliebenen Fruchtresten: Essig selbst herzustellen ist einfacher, als viele denken. Gleichzeitig ist es nachhaltig, günstig und eine gute Möglichkeit, Lebensmittelreste sinnvoll weiterzuverwenden. Mit etwas Geduld entsteht so ein aromatischer Hausessig, der sich perfekt für Salatdressings, Marinaden oder zum Einlegen eignet.

Wie entsteht Essig überhaupt?

Essig entsteht durch Fermentation. Dabei verwandeln Hefen zunächst Zucker in Alkohol. Anschließend sorgen sogenannte Essigsäurebakterien dafür, dass aus Alkohol Essigsäure wird. Für diesen zweiten Schritt braucht die Mischung vor allem Sauerstoff und Zeit.

Wer Essig selbst machen möchte, benötigt deshalb immer eine alkoholhaltige Basis - etwa Wein, Bier oder vergorenen Fruchtsaft.

Welche Zutaten eignen sich?

Besonders beliebt sind Weißwein oder Rotwein, Apfelwein oder Cider, Bier, Fruchtsaft und Obstreste wie Apfelschalen oder Beeren. Für einen einfachen Apfelessig können etwa Apfelschalen und Kerngehäuse mit Wasser und etwas Zucker angesetzt werden. Nach einigen Wochen entsteht daraus zunächst Alkohol und später Essig. Wichtig ist dabei, sauber zu arbeiten und nur frisches Obst ohne Schimmel zu verwenden.

Zusätzlich benötigt man ein großes Glasgefäß oder eine Flasche mit weiter Öffnung, ein sauberes Tuch, ein Gummiband und etwas ungefilterten Bio-Essig oder eine "Essigmutter" als Starter. Die sogenannte Essigmutter ist eine gallertartige Schicht aus Essigsäurebakterien, die sich während der Fermentation bilden kann. Sie ist völlig harmlos und kann sogar für weitere Essigansätze verwendet werden.

Essig aus Wein selber machen: Schritt für Schritt

Zunächst gilt es, die Basis vorzubereiten: Den Wein in ein sauberes Glasgefäß geben. Wichtig: Das Gefäß nur etwa zu zwei Dritteln füllen, damit genug Sauerstoff an die Flüssigkeit gelangt.

Ein paar Esslöffel naturtrüben Bio-Essig hinzufügen. Dieser enthält lebende Essigsäurebakterien und beschleunigt den Prozess. Das Gefäß mit einem Küchentuch abdecken und mit einem Gummiband fixieren. So kommt Luft hinein, aber keine Fruchtfliegen.

Den Ansatz an einen warmen, dunklen Ort stellen. Ideal sind Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Nach etwa zwei bis sechs Wochen beginnt der Essig, deutlich säuerlich zu riechen und zu schmecken. Sobald der gewünschte Geschmack erreicht ist, den Essig durch ein feines Sieb oder Tuch filtern und in saubere Flaschen füllen.

Wie lange hält selbstgemachter Essig?

Durch die enthaltene Säure ist Essig sehr lange haltbar. Kühl und dunkel gelagert hält er meist mehrere Monate bis Jahre. Mit der Zeit kann sich erneut eine Essigmutter bilden - das ist normal und kein Zeichen dafür, dass der Essig schlecht geworden ist.

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