Erzieher sah Fabian "freudestrahlend" am Vortag seines Todes

Im Mammutprozess zum Tod des achtjährigen Fabian geht es erneut um zeitliche Abläufe. Auch persönliche Schilderungen kommen dabei vor. Am 29. Prozesstag könnte es noch besonders spannend werden.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Rund 30 Verhandlungstage dauert der Mordprozess im Fall Fabian bereits. (Archivbild)
Rund 30 Verhandlungstage dauert der Mordprozess im Fall Fabian bereits. (Archivbild) © Bernd Wüstneck/dpa
Rostock

Im Fall Fabian ist das Landgericht Rostock weiter der Frage nachgegangen, ob Mitschüler den Achtjährigen lebend gesehen haben, als dieser nach Darstellung der Staatsanwaltschaft schon tot war. Ein befragter Horterzieher sagte am 29. Verhandlungstag aus, er habe Fabian auf einem Fahrrad gesehen - allerdings am Vortag seines Todes. "Freudestrahlend" habe Fabian ihn gegrüßt, "wie immer". Am Todestag habe er den Jungen hingegen nicht gesehen.

Fabian galt seit dem 10. Oktober 2025 - einem Freitag - als vermisst. Den Ermittlungsergebnissen zufolge starb er auch an diesem Tag zwischen 10.50 Uhr und 13.00 Uhr. Die Anklage wirft einer 30-Jährigen vor, den Jungen etwa 15 Kilometer von Güstrow entfernt mit einem Messer getötet zu haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet die Vorwürfe ab.

Haben Mitschüler Fabian doch schon am Vortag gesehen?

Zwei Mitschüler hatten angegeben, Fabian noch am Freitag gesehen und gegrüßt zu haben. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte aber gesagt, er gehe davon aus, dass sie Fabian tatsächlich am Donnerstag gesehen haben.

Diese Variante würde zu den Angaben des Erziehers passen, der nach eigener Aussage am Donnerstag in Begleitung unter anderem der beiden Jungs zwischen Hort- und Schulgebäude unterwegs war. 

Ein "aufgeweckter Junge" war Fabian nach Aussage der Leiterin des Horts. Er sei fröhlich gewesen. Als er in der dritten Klasse nur noch zum Fußballtraining in die Einrichtung gekommen sei, sei er regelmäßig etwas früher gekommen, um Kolleginnen zu drücken und ihnen zu erzählen, dass es ihm gut gehe.

Das Landgericht unterbrach die Verhandlung am Vormittag, um über die Zulassung mehrere Beweisanträge der Verteidigung zu beraten. Je nach Entscheidung könnte sich der seit Ende April laufende Prozess langsam seinem Ende nähern. Gegebenenfalls sollte am Donnerstag noch ein psychiatrischer Gutachter aussagen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.