Erdrutsch bedroht sizilianische Stadt - 1.500 evakuiert

Wohnhäuser stehen am Abgrund, mehr als 1.500 Menschen müssen ihre Häuser verlassen: Nach schweren Regenfällen gefährdet ein Erdrutsch eine Stadt auf Sizilien. Dieser ist noch voll aktiv.
dpa |
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Nach schweren Unwettern droht in Niscemi ein Erdrutsch Teile eines Wohngebiets mitzureißen.
Nach schweren Unwettern droht in Niscemi ein Erdrutsch Teile eines Wohngebiets mitzureißen. © Alberto Lo Bianco/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Niscemi

Nach schweren Unwettern auf Sizilien hat sich in einer Stadt ein massiver Erdrutsch gebildet. Seit dem Wochenende sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi im Süden der Mittelmeerinsel ab. Ein Teil der Stadt steht regelrecht am Abgrund und droht abzurutschen. Mehr als 1.500 Menschen mussten nach Angaben der Behörden aus ihren Häusern evakuiert werden.

Sizilien war in den vergangenen Tagen von Unwettern mit starken Regenfällen heimgesucht worden. Auch Sardinien und der Süden des italienischen Festlandes waren betroffen. Nach Angaben der Behörden beziffern die Behörden allein für Sizilien den Schaden auf 1,5 Milliarden Euro. Am Montag rief die Regierung in Rom für die betroffenen Regionen den Unwetternotstand aus.

Zivilschutz-Chef: "Erdrutsch ist voll aktiv"

Besonders dramatisch ist die Situation wegen des Erdrutsches in Niscemi. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, sagte bei einem Besuch der Stadt: "Der Erdrutsch ist voll aktiv, und die Lage ist kritisch." Es gebe Wohnhäuser, die nicht mehr wiederhergestellt werden könnten. Für die betroffenen Bewohner müsse ein Plan zur Umsiedlung erarbeitet werden.

Der sich konstant weiter bewegende Erdrutsch hat sich nämlich mitten in einem Wohngebiet gebildet. Auf Bildern ist zu sehen, wie Wohnhäuser direkt am Abhang stehen. Eine vier Kilometer lange Front droht abzusinken. Bereits abgesunkene Teile des Gebiets aus Schlamm und Geröll bewegen sich inzwischen seit dem Wochenende immer weiter über Hänge in der Gegend.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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