Ekelfleisch-Prozess nach Auftakt unterbrochen

Der Prozess um einen der größten Ekelfleisch-Skandale in Deutschland ist am Freitag kurz nach dem Beginn unterbrochen worden.
| dpa
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Der Prozess um einen der größten Ekelfleisch-Skandale in Deutschland ist am Freitag kurz nach dem Beginn unterbrochen worden.

Augsburg - Nach rund einer Stunde zog sich das Gericht für eine Besprechung mit der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern zurück.

Mit einem Urteil sei jedoch noch nicht zu rechnen, sagte ein Gerichtssprecher. In dem vor knapp vier Jahren bekanntgewordenen Fall müssen sich ein Fleischfabrikant aus dem schwäbischen Wertingen und zwei seiner Geschäftspartner vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Der Wertinger Unternehmer soll zwischen Juni 2006 und August 2007 in 22 Fällen tiefgefrorenes Fleisch der Kategorie 3, das "nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet" war, in seinem Betrieb umetikettiert und als lebensmitteltaugliches Fleisch weiterverkauft haben. Nach und nach kam ans Licht, dass die Wertinger Firma insgesamt rund 150 Tonnen Schlachtabfälle an Berliner Dönerbuden verkauft haben soll. Zudem soll er in 13 Fällen Fleisch von kranken Tieren erworben und es ebenfalls als Lebensmittel verkauft haben.

Ein Lastwagenfahrer hatte den Skandal im Sommer 2007 aufgedeckt, als er 11,5 Tonnen Fleisch der Kategorie 3 in die Fabrik im schwäbischen Wertingen brachte und beobachtete, wie es heimlich vom Angeklagten umetikettiert wurde.

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