Eine Tote bei Sturmtief Adam in Spanien

Das Sturmtief Adam hat mit heftigen Niederschlägen an der spanischen Mittelmeerküste von Katalonien im Nordosten bis hinunter nach Andalusien für Chaos gesorgt. In Katalonien kam eine Frau ums Leben, als sie mit ihrem Kind in dem Ort Cabrera del Mar etwa 35 Kilometer nordöstlich von Barcelona von den Wassermassen überrascht wurde.
Der Mann habe das Kind gerade noch zu fassen bekommen, aber seine Frau sei fortgespült worden. Ihre Leiche wurde nach einer nächtlichen Suche am Sonntagmorgen im Meer vor dem weiter südlich gelegenen Ort Premià de Mar gefunden, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte.
Schwer getroffen wurde auch Andalusien, wo es in der Stadt Algeciras bei Gibraltar und auch in El Ejido bei Málaga sowie an anderen Orten zu Überschwemmungen kam. Durch die Straßen schossen reißende Bäche, wie im Fernsehen zu sehen war. Autos, Wohnungen und Geschäfte standen unter Wasser.
Am Sonntag gab es auch Alarm für die Regionen um Valencia und Alicante, die ebenfalls an der Mittelmeerküste liegen. Im Laufe des Vormittags wurden dort stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Zum Vergleich: In Deutschland fallen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes im langjährigen Durchschnitt pro Jahr rund 800 Liter Regen pro Quadratmeter.
Wärmeres Mittelmeer macht heftige Niederschläge wahrscheinlicher
Erst vor zwei Jahren war es in der Region Valencia im Oktober 2024 zu einer der schlimmsten Flutkatastrophen in der Geschichte des Landes gekommen. Mindestens 229 Menschen kamen ums Leben, die Schäden gingen in die Milliarden.
Angesichts der immer höheren Wassertemperatur des Mittelmeers infolge des menschengemachten Klimawandels warnt die nationale Wetterbehörde Aemet, dass die höhere Verdunstung solche Unwetter wahrscheinlicher und heftiger macht.