Drei Tote bei Ostereiersuche - Was wir wissen und was nicht

Durch einen umgestürzten Baum bei Flensburg sterben drei Menschen in einem Waldstück. Sie waren bei der Ostereiersuche. Was bisher bekannt ist – und welche Fragen bislang offenbleiben.
von  dpa
Durch einen umgestürzten Baum sind bei Flensburg drei Menschen ums Leben gekommen.
Durch einen umgestürzten Baum sind bei Flensburg drei Menschen ums Leben gekommen. © Daniel Reinhardt/dpa

Bei einem Unglück in einem Waldstück südöstlich von Flensburg sind am Ostersonntag drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine Mutter und ihr Baby. 

Was wir wissen:

  • Am Ostersonntag (gegen 11.00 Uhr) ist in einem Waldstück in der Gemeinde Mittelangeln (südöstlich von Flensburg in Schleswig-Holstein) ein etwa 30 Meter hoher Baum umgestürzt.
  • Der Baum fiel während starker Windböen auf eine Gruppe, die Ostereier gesucht hat.
  • Insgesamt kamen drei Menschen ums Leben:
    • eine 16-Jährige
    • eine 21-jährige Frau
    • deren zehn Monate alte Tochter erlag wenig später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen
  • Vier Personen wurden zunächst unter dem Baum eingeklemmt.
  • Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt und per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Heide gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers ist sie außer Lebensgefahr, wird aber weiterhin behandelt.
  • Weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich rund 50 Personen (Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungskräfte einer nahegelegenen Wohneinrichtung) im Wald.
  • Es gab ein Großaufgebot an Einsatzkräften, inklusive Rettungshubschrauber und Notfallseelsorgern.
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für die Region stürmische Bedingungen prognostiziert:
    • Windböen von 55 bis 65 km/h
    • lokal bis zu 80 km/h (Windstärke 9)
  • Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. 
  • Der private Träger der Einrichtung, Sternipark, zeigt sich in einer Stellungnahme tiefe erschüttert. Die Landesregierung spricht Angehörigen und Verletzten ihre Anteilnahme aus.

Was wir nicht wissen:

  • Die exakte Anzahl aller verletzten Personen
  • Die genaue Ursache für das Umstürzen des Baumes ist noch unklar, beispielsweise die Frage, ob dieser bereits Vorschäden aufwies.
  • Es gibt bislang keine gesicherten Angaben dazu, ob Warnhinweise oder Sperrungen für das Waldgebiet bestanden.
  • Unklar ist, ob die Betreuungspersonen die Wetterlage und mögliche Risiken vorab anders hätten einschätzen können.
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