Digitales Fasten: Fünf Tipps für weniger Bildschirmzeit

Über drei Stunden täglich verbringen Menschen durchschnittlich am Smartphone. Die Fastenzeit bietet den perfekten Anlass, das zu ändern. Vom grauen Display bis zur handyfreien Zone: Mit diesen fünf Strategien gelingt es, die Bildschirmzeit dauerhaft zu senken.
(ncz/spot) |
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Endloses Scrollen kostet wertvolle Zeit.
Endloses Scrollen kostet wertvolle Zeit. © iStock via Getty Images/golubovy

Laut Studien verbringen wir im Durchschnitt über drei Stunden täglich am Handy - wertvolle Zeit, die oft im unendlichen Scrolling verloren geht. Die Fastenzeit ist der ideale Moment, um die Beziehung zum Smartphone neu zu ordnen. Digitales Fasten bedeutet nicht unbedingt den kompletten Verzicht, sondern das Zurückgewinnen der Kontrolle über den eigenen Konsum. Hier fünf effektive Strategien, die Bildschirmzeit nachhaltig zu senken.

Hürden einbauen

Der Griff zum Handy erfolgt oft unbewusst. Inzwischen gibt es einige Apps, die genau hier ansetzen: Sie zwingen den User zu einer bewussten Entscheidung. Bevor sich eine ablenkende App öffnet, muss beispielsweise eine kurze Atemübung absolviert werden (one sec) oder eine bestimmte Anzahl an Schritten gegangen werden (Steppin). Diese kurze Verzögerung durchbricht den Autopiloten. Alternativ bieten klassische App-Blocker (wie StayFree oder Opal) die Möglichkeit, soziale Netzwerke nach einem festen Zeitkontingent rigoros zu sperren.

Das Display auf Grau stellen

Moderne Benutzeroberflächen und App-Icons sind psychologisch so optimiert, dass sie unser Belohnungssystem durch leuchtende Farben triggern. Wer sein Smartphone in den Einstellungen auf Graustufen umstellt, entzieht den Apps ihre visuelle Anziehungskraft. Instagram oder TikTok wirken plötzlich trist und langweilig, was den Drang, minutenlang weiterzuscrollen, drastisch reduziert.

Smartphone-freie Zonen und Zeiten

Disziplin ist gut, ein kluges Umfeld ist besser. Klare Tabu-Zonen, wie zum Beispiel der Esstisch oder das Schlafzimmer, können helfen, den Konsum zu reduzieren. Laut Schlafforschern verbessert der Verzicht auf das Smartphone mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen nicht nur die Einschlafqualität, sondern verhindert auch das morgendliche "Reaktions-Modus"-Gefühl, wenn der erste Blick nach dem Aufwachen direkt den E-Mails oder Nachrichten gilt. Ein analoger Wecker ist hier die beste Investition.

Push-Benachrichtigungen radikal aussortieren

Jedes "Pling" ist ein Angriff auf Ihre Konzentration. Einfach mal die App-Liste durchgehen und sich die Frage stellen: Muss ich wirklich in Echtzeit wissen, dass jemand ein Foto gelikt hat? Am besten alle Benachrichtigungen außer denen von echten Menschen (z. B. Messenger oder Anrufe) ausstellen. Wenn das Handy nicht mehr ständig leuchtet, sinkt die neurologische Grundanspannung merklich.

Ersatz-Aktivität planen

Wer digital fastet, schafft Zeit-Vakuum. Ohne Plan füllt man dieses Vakuum schnell wieder mit dem Smartphone. Für die Fastenzeit ein analoges Hobby bereitstellen: ein Buch auf dem Nachttisch, ein Skizzenblock oder die Laufschuhe im Flur. Wenn der Impuls zum Griff nach dem Handy kommt, hat man so sofort eine attraktive Alternative parat.

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