Deutsche Staatsanwältin stirbt im Urlaub in Istanbul

Nach tagelangen Übelkeitsbeschwerden stirbt eine deutsche Urlauberin in Istanbul. Die Behörden stufen den Fall als verdächtig ein und ermitteln zur Todesursache.
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Eine deutsche Urlauberin ist in der Türkei nach tagelangem Erbrechen im Krankenhaus gestorben. (Archivbild)
Eine deutsche Urlauberin ist in der Türkei nach tagelangem Erbrechen im Krankenhaus gestorben. (Archivbild) © Francisco Seco/AP/dpa
Istanbul

Eine deutsche Urlauberin ist Istanbul nach Beschwerden über tagelange Übelkeit im Krankenhaus gestorben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden Ermittlungen eingeleitet, nachdem ein Arzt den Tod der Frau als verdächtig eingestuft hatte. Zuvor hatte der "Spiegel" über den Fall berichtet.

Ermittlungen zur Todesursache dauern an

Die in Hamburg als Staatsanwältin tätige Urlauberin reiste Anadolu zufolge Mitte September mit ihrem Mann nach Istanbul. Dort bezogen sie eine Wohnung im Randbezirk Silivri auf der europäischen Seite der Stadt. Nachdem die Frau vier Tage lang unter Erbrechen gelitten hatte, suchte sie am 13. September die örtliche Notaufnahme auf. Dort verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich, trotz aller Bemühungen des medizinischen Personals starb sie kurz darauf. Die Ermittlungen zur Feststellung der genauen Todesursache dauern an. 

Erinnerung an Fall von Hamburger Familie geweckt

Der Fall weckt Erinnerungen an den Tod von vier Mitgliedern einer Familie, die im vergangenen Jahr ebenfalls aus Hamburg nach Istanbul gereist und an einer Pestizidvergiftung gestorben war. Die Eltern mit den beiden Kleinkindern klagten ebenfalls zunächst über starkes Erbrechen, in kurzen Abständen starben alle vier Familienmitglieder. 

Ein medizinisches Gutachten wies später eine Vergiftung mit Pestiziden nach, die zur Schädlingsbekämpfung im Hotel eingesetzt worden waren. Unter anderem wurden der Betreiber des Hotels und der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma zu mehrjährigen Haftstrafen wegen bewusster fahrlässiger Tötung verurteilt. Der Fall löste Diskussionen um Defizite bei staatlichen Kontrollen im Umgang mit Pestiziden aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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