Das Personal will mehr Geld
Die Angestellten in Schloss Windsor sind nicht „amused“ über ihre Bezahlung
Würden Sie nicht gerne für englische Queen arbeiten? Ein bisschen royale Luft schnuppern, tagtäglich in einem Schloss ein- und ausgehen, vielleicht auch einmal einen Blick auf den kleinen Prinzen George erhaschen.
Für die Angestellten im Schloss Windsor ist das aber gar nicht so traumhaft: Sie klagen gegen schlechte Bezahlung. Soll das heißen, englische Queen ist knausrig? Seit gestern stimmt ein Teil der insgesamt 200 Mitarbeiter ab, ob sie der Queen einige ihrer Dienste versagen. Ein Streik soll es aber nicht werden, wie die Gewerkschaft für Staatsbedienstete klarstellt.
Es geht bei der Abstimmung vor allem um die Aufgaben, die englische Queen von ihrem Personal verlangt, dafür aber nicht bezahlt. Wie etwa Führungen durch das Schloss für Touristen. Die Rechnung geht für die Angestellten nicht auf: Sie führen zwar Touristen herum. Die zahlen dafür. Von dem Geld sehen die unfreiwilligen Touristen-Führer aber nichts. Darüber sind sie gar nicht „amused“. Wer in Schloss Windsor neu eingestellt wird, verdient nur 14 000 Pfund im Jahr. Das sind 20 000 Euro. Die Gewerkschaft findet: Diese Bezahlung ist „erbärmlich“.
Deswegen ist die Gewerkschaft auch davon überzeugt, dass sich die Mehrheit der etwa 120 Mitarbeiter, die abstimmen werden, dafür ausspricht, diese Extraaufgaben wie Schlossführer oder auch Übersetzer ab Ende April nicht mehr auszuüben. Die Abstimmung läuft seit gestern und geht noch bis zum 14. April. Das wird die Königin nicht erfreuen, feiert sie doch eine Woche später, am 21. April ihren 89. Geburtstag. Auch die Geburt ihres zweiten Urenkelkindes von William und Kate steht kurz bevor. Tritt die Vorhersage der Gewerkschaft wirklich ein, ist es das erste Mal, dass sich das Queen-Personal querstellt. Schloss Windsor ist eine der Hauptresidenzen der Queen. Die Wochenenden verbringt sie meist dort, an Ostern sogar häufig einen ganzen Monat.
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