Crystal – Modedroge aus dem Labor

„C“, „Meth“, „Ice“, „Crank“: Die gefährliche Modedroge Crystal hat viele Namen - und zieht verheerende gesundheitliche Schäden nach sich. Vor allem die sächsiche und bayerische Grenzregion zählt zu den Umschlagsorten.
| dpa
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München – Die Modedroge Crystal ist wie Ecstasy ein künstlich hergestelltes Aufputschmittel aus der Gruppe der Amphetamine. Gängige Abkürzungen in der Szene sind „C“, „Meth“, „Ice“, „Crank“ oder „Ruppe“. Die synthetische Droge (Methylamphetaminhydrochlorid) wird meist in Privatlabors produziert, häufig in Tschechien. Die bayerische und sächsische Grenzregion zählt deshalb verstärkt zu den Umschlag- und Konsumorten.

Crystal wird geraucht, geschnupft, geschluckt oder gespritzt. Es macht schnell süchtig. Deutlich länger als zum Beispiel bei Kokain erleben Konsumenten ein stärkeres Selbstwertgefühl, gesteigertes Mitteilungsbedürfnis und sexuelles Verlangen. Hunger und Durst werden weniger wahrgenommen, das Schlafbedürfnis sinkt. Lässt die Wirkung nach, kann es zu Erschöpfung, Gereiztheit und Depressionen kommen.

Dauer-Konsumenten von Crystal wirken ausgezehrt und haben oft Zahnschäden und zerstörte Nasenschleimhäute. Da Crystal die Nervenzellen schädigt, können auch Gedächtnisprobleme oder Psychosen Folgeschäden sein. Das Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Methylamphetamin wurde unter anderem von Soldaten im Zweiten Weltkrieg eingenommen, um Angst zu unterdrücken und die Konzentration zu erhöhen.

 

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