Chicorée, Radicchio und mehr: Warum Bitterstoffe so gesund sind

Bitter schmeckt nicht jedem, doch der herbe Geschmack lohnt sich. Bitterstoffe regen die Verdauung an, zügeln den Appetit und unterstützen die Leber.
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Chicorée ist eine der bekanntesten bitteren Gemüsesorten.
Chicorée ist eine der bekanntesten bitteren Gemüsesorten. © iStoch via Getty Images/barmalini

Lange Zeit wurden Bitterstoffe aus unserem Gemüse herausgezüchtet, um den Massengeschmack zu treffen. Dabei sind sich Ernährungs-Experten einig: Der herbe Geschmack ist kein Fehler der Natur, sondern ein echtes Power-Paket für unsere Gesundheit.

Warum wir Bitterstoffe brauchen

Früher war Bitterkeit ein Warnsignal für Bitterstoffe, doch in moderaten Mengen wirkt sie wie ein Training für unsere Verdauungsorgane. Sobald die Zunge "bitter" registriert, passiert im Körper einiges: Die Speichelproduktion wird angeregt und Leber, Galle sowie Bauchspeicheldrüse schütten sofort Verdauungssäfte aus. Das hilft gegen Völlegefühl und Blähungen.

Bitterstoffe wirken als natürlicher Appetitzügler und bremsen Heißhungerattacken auf Süßes aus. Ein kleiner Chicorée-Salat vor der Mahlzeit kann die Lust auf Nachtisch deutlich senken. Stoffe wie Intybin unterstützen zudem die Entgiftungsfunktion der Leber.

Die Bitter-Stars der Saison

Chicorée ist das Wintergemüse schlechthin. Wer ihn zu bitter findet, kann den Strunk keilförmig herausschneiden. Besonders gut ist die Kombination mit Orangen oder Äpfeln: Die Süße der Früchte puffert die Bitterkeit perfekt ab.

Mit seinem tiefen Dunkelrot bringt Radicchio Farbe in den Winter. Er enthält besonders viel Lactucopikrin, was die Verdauung fördert. Kurz in der Pfanne angebraten mit etwas Balsamico und Walnüssen verliert er seine extreme Schärfe und wird wunderbar aromatisch.

Wer herzhaftes Gemüse am Morgen scheut, greift zur Grapefruit. Die enthaltenen Bitterstoffe (Naringin) machen munter und bringen den Fettstoffwechsel auf Touren.

An den Geschmack gewöhnen

Durch industrielle Nahrung sind wir stark auf "süß" und "salzig" getrimmt. Doch die Geschmacksknospen lassen sich umerziehen. Am besten gelingt der Einstieg mit kleinen Portionen bitterer Lebensmittel. Wer Bitterstoffe mit hochwertigen Fetten wie Olivenöl oder Avocado sowie mit etwas Säure, etwa Zitronensaft, kombiniert, nimmt ihnen die Schärfe des herben Geschmacks. Auch Gewürze wie Kurkuma oder Ingwer können mit ihrer feinen Bitternote dabei helfen, den Gaumen langsam daran zu gewöhnen.

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