Braunbär verletzt Wanderer in der Slowakei schwer

Auf einem Wanderweg fällt eine Bärin einen Mann an. Er wird per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Angreiferin fürchtete vermutlich um ihre beiden Jungen.
dpa |
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Eine Bärin geht mit ihrem Nachwuchs durch ein Tal in der Westtatra in der Slowakei. Nach offiziellen Zählungen gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. (Archivbild)
Eine Bärin geht mit ihrem Nachwuchs durch ein Tal in der Westtatra in der Slowakei. Nach offiziellen Zählungen gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. (Archivbild) © Erik Äevëìk/tasr/dpa
Bratislava

Auf einem Wanderweg in der Slowakei ist ein Mann von einem Braunbären angefallen und schwer verletzt worden. "Wir haben den 36 Jahre alten Patienten mit Verletzungen im Halsbereich per Hubschrauber ins Krankenhaus in Zilina geflogen", teilte eine Rettungssprecherin der Nachrichtenagentur TASR mit. Der Zwischenfall hatte sich nach ihren Angaben am frühen Dienstagabend in der Gemeinde Stranavy direkt am Übergang zwischen einer Wiese und dem angrenzenden Wald ereignet. 

Am Mittwochvormittag berichtete der Fernsehsender TV Markiza über weitere Details. Demnach habe der Mann zwar zahlreiche Verletzungen, vor allem durch Bisse erlitten, er sei aber in stabilisiertem Zustand. Während des Angriffs soll er auch zwei Jungtiere in der Nähe gesehen haben. Die Angreiferin sei also wohl ein Muttertier gewesen, das um seine Jungen fürchtete. 

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet möglichst zu meiden. Außerdem wurde eine sogenannte Fotofalle aufgestellt, um ein neuerliches Auftauchen der Bärin rasch bemerken zu können. 

Mehr als tausend Bären in der Slowakei 

Nach der letzten offiziellen Zählung, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurde, gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. Die Tiere gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei überraschendem Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefährdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne Zusammenstöße endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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