Bomben-Attacken in Thailand: Drei Tote im Urlaubsparadies

Drei Tote und Dutzende Verletzte sind die bittere Bilanz einer Bombenserie in Thailand. In mehreren bei Touristen beliebten Regionen detonierten am Freitag Sprengsätze. Die Armee geht von einer koordinierten Angriffsserie aus.
| AZ/dpa
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Wenige Stunden nach den Explosionen in Hua Hin sind in Thailand weitere Bomben detoniert.
dpa 5 Wenige Stunden nach den Explosionen in Hua Hin sind in Thailand weitere Bomben detoniert.
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dpa 5 Wenige Stunden nach den Explosionen in Hua Hin sind in Thailand weitere Bomben detoniert.
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dpa 5 Wenige Stunden nach den Explosionen in Hua Hin sind in Thailand weitere Bomben detoniert.
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dpa 5 Wenige Stunden nach den Explosionen in Hua Hin sind in Thailand weitere Bomben detoniert.

Bangkok - Bei einer Bombenserie im Süden Thailands sind mindestens drei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Innerhalb weniger Stunden detonierten in dem Touristenort Hua Hin, nahe einem Badestrand auf der Urlaubsinsel Phuket und vor Polizeistationen in der Stadt Surat Thani mindestens sechs Sprengsätze, wie Polizeivertreter am Freitag mitteilten. Unter den Verletzten sind mehrere ausländische Touristen.

"Die Bombenattentate tragen dieselbe Handschrift", sagte Armeegeneral Danai Kritmethavee vor Journalisten. "Wir gehen zurzeit davon aus, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelt." Es sei aber noch zu früh, um sich zu möglichen Motiven zu äußern.

Erster Sprengsatz detonierte in Hua Hin

Zunächst war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) laut der örtlichen Zeitung "The Nation" bei einer Explosion auf einem Markt in der Provinz Trang ein 50-Jähriger gestorben.

Kurz vor Mitternacht gingen dann in kurzem Abstand zwei Bomben in Hua Hin hoch, das rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok liegt. Eine thailändische Verkäuferin wurde dabei getötet, etwa 20 Menschen erlitten Verletzungen. Örtlichen Medienberichten zufolge detonierten die Sprengsätze an einer Kreuzung, an der bei in- und ausländischen Touristen beliebte Bars liegen. Viele Thailänder waren da schon zu einem langen Wochenende in dem Seebad eingetroffen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend, die deutsche Botschaft stehe in Kontakt mit den thailändischen Behörden, um zu klären, ob deutsche Staatsangehörige betroffen sind. Bis zum Freitagmorgen gab es keine neuen Informationen.

Explosion am Patong Beach auf Phuket

Nur zwölf Stunden nach den ersten zwei Detonationen in Hua Hin gab es örtlichen Medien zufolge dort erneut eine Doppelexplosion. Die Zeitung "Bangkok Post" schrieb, dies habe sich kurz nach Ende einer buddhistischen Zeremonie zum 84. Geburtstag von Königin Sirikit ereignet. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden, einer davon lebensgefährlich. Eine dritte Bombe sei an einem Motorrad gefunden und zerstört worden.

Bei der Detonation auf Phuket, zu der es in der Nähe des ebenfalls bei Urlaubern beliebten Badestrands Patong kam, wurde nach Polizeiangaben ein Taxifahrer verletzt.

Urlauber in Gefahr? Geheimdienst warnt vor IS-Anschlägen in Thailand

Vor den Polizeistationen in Surat Thani wurden ebenfalls am Freitagmorgen in kurzer Folge zwei Bomben gezündet. Die erste war laut "Bangkok Post" unter einem Baum vor einer Wache der Wasserschutzpolizei angebracht. Dabei seien eine 52-jährige Passantin getötet und drei weitere Menschen verletzt worden. Eine zweite Bombe, die eine halbe Stunde später vor einer anderen Polizeistation 400 Meter entfernt hoch ging, habe niemanden verletzt.

Regierungschef Prayut Chan-o-cha erließ nach Angaben der Zeitung "The Nation" Notverordnungen. Sicherheitsvorkehrungen in Städten und an Touristenzielen sollten erhöht werden, hieß es.

Seit einem Putsch im Mai 2014 regiert in dem südostasiatischen Land das Militär. Am vergangenen Wochenende stimmten die Thailander in einem umstrittenen Referendum für eine von der Junta unterstützte neue Verfassung.

Ob ein Zusammenhang zwischen der Bombenserie und den Feierlichkeiten zum Geburtstag der Königin oder der neuen Verfassung besteht, war zunächst unklar.

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