Behörden wollen Wolfsangriff im Wildpark aufarbeiten

Nach der Wolfsattacke in einem Wildpark in Brandenburg ist der Schock in der Region groß. Wie konnte es dazu kommen? Die Behörden kündigen eine Aufarbeitung und Kontrollen an.
dpa |
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Die Polizei untersucht, wie es zu dem Angriff eines Wolf im Wildpark Johannismühle kommen konnte.
Die Polizei untersucht, wie es zu dem Angriff eines Wolf im Wildpark Johannismühle kommen konnte. © Carsten Koall/dpa
Baruth/Mark

Nach der Attacke eines Wolfes auf ein achtjähriges Mädchen in einem brandenburgischen Wildpark prüfen die Behörden mögliche Konsequenzen. Der Landkreis kündigte eine Aufarbeitung des Angriffs und eine Kontrolle der Anlagen an. Der Wildpark bleibt vorerst geschlossen. 

"Ziel ist es, den Vorfall umfassend zu prüfen und die notwendigen Konsequenzen im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeiten zu ziehen", teilte der Landkreis Teltow-Fläming am Mittwoch mit. Auch die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und will klären, wie es zu dem schockierenden Angriff kam. 

Landkreis: Leid von weiteren Kindern verhindert 

Ein Wolf attackierte am Mittwochmorgen ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin an. Das Kind kam schwer verletzt per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Eine Tierpflegerin soll laut Landkreis eingegriffen haben. "Die Tierpflegerin verhinderte durch schnelles Handeln weiteres Leid an zwei weiteren Mädchen, die ebenfalls vor Ort waren." 

Programm für Kinder gebucht

Nach Darstellung des Landkreises Teltow-Fläming kam es während eines Programms für Kinder zu dem Angriff des Raubtiers. "Der Vorfall ereignete sich vor der regulären Öffnung des Wildparks im Rahmen eines am 28. Oktober 2026 gebuchten Tierpflegertages für Kinder", teilte die Verwaltung mit. Laut Internetseite des Wildparks können Besucher dabei Tierpfleger bei ihrer Arbeit begleiten. In Brandenburg sind noch Schulferien. 

Kreis: Angriff während Versorgung der Tiere

Der Angriff soll sich nach Angaben der Kreisverwaltung in der Polarwolfanlage ereignet haben. "Während der Tränkung der Tiere im Wildgehege griffen die dort gehaltenen Wölfe ein Mädchen an und verletzten es schwer", so der Landkreis in seiner Mitteilung. Der Wildpark wollte sich zum Hergang direkt nicht äußern. 

Der Landkreis sprach von einem belastenden Vorfall. Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Der Landkreis will nun die Sicherheitsvorgaben und die betrieblichen Abläufe im Wildpark überprüfen. Eine Wiedereröffnung der Einrichtung erfolgt erst nach Freigabe durch die zuständige Behörde, wie es hieß. Das Veterinäramt will auch eine tierschutzrechtliche Kontrolle im Wildpark durchführen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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