Behörden in Montréal rufen wegen Überflutung Notstand aus

Wegen schwerer Überflutungen im Nordosten Kanadas haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Damit dürfen sie beispielsweise Evakuierungen anordnen und Land beschlagnahmen.
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Eine Straße in Nauwigewauk ist durch die Wassermassen des über die Ufer getretenen St. John River überflutet.
Stephen Macgillivray/The Canadian Press/AP/dpa Eine Straße in Nauwigewauk ist durch die Wassermassen des über die Ufer getretenen St. John River überflutet.

Montréal - Wegen schwerer Überflutungen im Nordosten Kanadas haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Damit dürfen sie beispielsweise Evakuierungen anordnen und Land beschlagnahmen.

In Montréal standen laut Behördenangaben am Freitag 3148 Häuser unter Wasser, wie der Fernsehsender CTV News berichtete. Mehr als 1000 Menschen hätten ihr Zuhause verlassen müssen.

In der nahegelegenen Hauptstadt Ottawa gilt der Notstand bereits seit Donnerstag. Dort wurde laut kanadischem Fernsehen CBC erwartet, dass der Wasserstand des Ottawa River bis zu 50 Zentimeter über den Stand des letzten großen Hochwassers 2017 steigen würde. 400 Soldaten sollen im Kampf gegen die Fluten helfen. Nahe Québec wurden beim Bell Falls Staudamm 250 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Bereits Anfang der Woche hatten heftige Regenfälle und Schneeschmelze haben in Teilen der Provinz Québec erste Überschwemmungen ausgelöst. Über 2900 Häuser standen unter Wasser, mehr als 1300 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, hatte Radio Canada gemeldet.

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