Behörden bestätigten Flugzeugabsturz in Peking - Pilot tot

Mitten im Zentrum Pekings kracht ein Flieger in ein Hochhaus. Fast einen Tag lang schweigen die Behörden und Staatsmedien über den Fall. Nun gibt es erste offizielle Angaben.
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Das Loch an der Fassade des China Zun befand sich in den oberen Etagen.
Das Loch an der Fassade des China Zun befand sich in den oberen Etagen. © Johannes Neudecker/dpa
Peking

Einen Tag nach dem Aufprall eines Leichtflugzeuges gegen den größten Wolkenkratzer Pekings hat die Stadtregierung den Fall bestätigt und Details öffentlich gemacht. Wie der Bezirk Chaoyang mitteilte, befand sich an Bord des einmotorigen Zweisitzers ein Pilot, der ums Leben kam. 13 weitere Menschen wurden demnach vor Ort verletzt. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall, hieß es weiter. 

Der Bezirk nannte in seiner Mitteilung den Namen des Turms, an dem das Unglück passierte - Citic Tower, auch bekannt als China Zun - nicht. Stattdessen war allgemein von einem Hochhaus am östlichen dritten Autobahnring die Rede, wo der Wolkenkratzer steht.

Der Unglücksort liegt ganz in der Nähe der für ihre quadratische Architektur als "große Hose" bekannten Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV und nur wenige Kilometer von der berühmten Verbotenen Stadt sowie dem Regierungskomplex und Machtzentrum der Kommunistischen Partei, Zhongnanhai, entfernt. 

Zensur in sozialen Medien

Der Vorfall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Der Mitteilung zufolge krachte die Maschine am Freitag um 17.55 Uhr (Ortszeit) in das Hochhaus. Vor Ort hatte die Polizei Straßen um das mit 528 Metern höchste Gebäude der Stadt abgeriegelt. Zahlreiche Schaulustige blickten vor Ort auf die Hausfassade, an deren oberem Teil ein Loch zu sehen war.

In den sozialen Medien griff die Zensur prompt ein und entfernte Beiträge sowie Fotos und Videos von dem Vorfall. Chinas Staatsmedien berichteten am Freitag nicht über den Aufprall. Auf westlichen Portalen kursierten jedoch zahlreiche Aufnahmen von heruntergestürzten Wrackteilen des Fliegers, Löscharbeiten der Feuerwehr und Menschen, die die Evakuierung des Gebäudes kurz nach dem Aufprall gefilmt hatten.

Offene Fragen bleiben

Warum die Maschine in das Gebäude krachte, ist unterdessen weiter unklar. Auch zur Identität des Piloten machten die Behörden keine Angaben. Medienberichten zufolge war er im äußersten Osten Pekings von einem Flugplatz aus gestartet und Richtung Stadtkern geflogen. Die Registrierungsnummer B-12PP deutete auf ein in China hergestelltes Leichtsport-Flugzeug vom Typ Sunward SA 60L Aurora hin. 

Der Vorfall sorgte für großes Erstaunen, auch weil Pekings Stadtkern als Flugverbotszone gilt. Flüge müssen erst von den Behörden genehmigt werden. Besonders genau blicken die Sicherheitsbehörden der Stadt mittlerweile auf Drohnen, für deren Nutzung und Besitz die Stadtregierung jüngst die Regeln verschärft hatte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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